Der Deutsche Strassenverkehr / 1980/04

October 15, 2017 | Author: German History | Category: Firefighting, Punishments, Transport, Road Transport, Nature
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DDR / Automobilfachzeitschrift...

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DER DEUTSCHE

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4/1980

Triumpf des Fortschritts für die einen, Schreckensvision für die anderen, die Naturschützler. Der Dempster Highway erstreckt sich über 670 Kilometer von Dawson City im Yukon-Becken, durch Fort McPherson und Arctic Red River in den NordwestTerritorien bis zum MackenzieHighway, 67 Kilometer südlich von Inuvik. Die Hälfte der Straße liegt nördlich des Polarkreises. Die Fernstraße wird zur Erschließung der riesigen Rohstoffvorkommen im hohen Norden beitragen. Die Vision von der Nutzung des reich sortierten Eisschranks in der -lkrktis nimmt konkrete Formen an. uf den 670 Kilometern Strecke gibt es nur eine Tankstelle und ein Restaurant. Zweimal müssen Flußläufe mit der Fähre überwunden werden. Zwar ist es nur ein TouristenRinnsal - starker Verkehr auf dieser einsamsten Straße Kandas heißt ein Auto auf 15 Kilometern - doch sind die Naturschützler alarmiert. Die Straße und ihre Benutzer bedrohen nach ihrer Meinung das ökologische Gleichgewicht am Polarkreis. Die Hauptsorge gilt der größten KaribuHerde in der Arktis, 100000 Köpfe zählend. Benannt ist die Fernstraße nach William Dempster, einem Beamten der berühmten berittenen Polizei, der im Februar 1911 von Dawson City aufbrach, um ver.mißte Kollegen zu suchen. Er fand e verhungert und erfroren wenige Kilometer südlich von Fort McPherson.

Zitiert nach Frankfurter Rundschau, Frankfurt (Main) vom 9. 1. 1980

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Prognose Herr J. Prinzler aus Dresden machte uns mit einem Ausschnitt aus dem „ Streh laer Wochenblatt" von 1905 bekannt. Dort hieß es: „Eine neue Krankheit hat ein bedeutender englischer Arzt beobachtet, und spricht von ihr in einem längeren Aufsatz. Es ist der Wahnsinn, der durch Automobilfahren hervorgerufen wird. Es erscheint als klar, daß gewisse bereits nervöse und leicht erregbare Naturen durch die rasende Geschwindigkeit der Fortbewegung in die höchste Aufregung versetzt

Nachdem wir im Heft 10/79 über Hinweise zum Einschalten der Fahrzeugbeleuchtung bei Brükkendurchfahrten in Warschau berichten konnten, entdeckten wir inzwischen einen solchen Hinweis auch in Berlin am Ostbahnhof. Wie notwendig das ist, zeigt das Foto. Der Pkw, der vor dem mit eingeschalteter Beleuchtung fährt, ist hier nur an seiner Blinkleuchte zu erkennen. Schade ist nur, daß für solch einen Hinweis kein Symbol gefunden wurde.

werden. De starke Erschütterung, das fortwährende unruhige Hinund Herbewegen, der starke Luftdruck gegen das Gesicht und die gespenstisch und verschwommen vorbeifliegende Umgebung, die wie in einer Traumvision aufzusteigen scheint, all die Gegenstände, die an uns vorbeifliegen, die Tiere in der Luft, die uns zu umschwirren scheinen, all das scheint auf gewisse Gemüter stark aufregend wie ein Rausch zu wirken." Wie wahr, wie wahr!

Fernsehen macht blind

Polski-Fiat-Clubs

MedikamentenEinflüsse

In der CSSR arbeiten 28 PolskiFiat-Clubs, die etwa 3000 Mitglieder haben. Die Mitglieder der Clubs unternehmen gemeinsame Ausflüge, veranstalten Rallyes, sie tauschen Erfahrungen aus und geben sich Ratschläge. Sie werden von Fachleuten beraten. Der gegenseitigen Information dienen Bulletins, die von den Clubs herausgegeben werden. Der Prager Club steht zudem noch unter der Schirmherrschaft des polnischen Kultur- und Informationszentrums und der Vertretung des polnischen Außenhandelsunternehmens „Polmozbyt".

Glatte Fahrbahnen Die französischen Autobahnen, die in den Jahren 1960 bis 1970 gebaut wurden und die eine Oberfläche aus Beton haben, verfügen nur noch über einen äußerst geringen Haftwert. Das ergaben Untersuchungen des Zentrallaboratoriums für Brücken und Straßen. Man erwägt, die Oberfläche dadurch wieder aufzurauhen, daß man dichtbeieinanderliegende Einschnitte quer zur Fahrtrichtung vornimmt.

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Wer längere Zeit in die Röhr geschaut hat, insbesondere eine, die farbige Bilder liefe verschlechtert seine Sehschär Untersuchungen von USA-Fors ergaben, daß die Sehschärf der Zeit von ein bis zwei Stu den nach dem Fernsehen bi 30 Prozent sinkt. Sie empfah daher Kraftfahrern, vor Fahrt antritt nicht längere Zeit fern sehen, insbesondere nicht far

In Kanada haben Verkehrsme ziner festgestellt, daß 15 Pro aller Kraftfahrer, die Verkehr unfälle verursachten, vor Fa antritt Medikamente einnahm die an und für sich als völli unschädlich galten, sich abe negativ auf das Reaktionsver gen und die Fähigkeit zur Ei schätzung der Geschwindigke auswirkten.

Taxi in Budapes

In der ungarischen Hauptsta sind rund 3000 Taxi im Einsa die von 5200 Chauffeuren ge ren werden. Die Taxi sind ü wiegend vom Typ Lada.

Fotos: Zwingenberger Karikatur: Henry Büttner

Szene

in s Einsatze

Wie sich das Verhältnis zwischen den „normalen" Verkehrsteilnehmern und den Einsatzfahrzeugen aus der Sicht der Verkehrsteilnehmer darstellt, war uns durch jahrelange Erfahrungen und Beobachtungen bekannt. Wir wollten aber auch Beobachtungen und Erfahrungen aus der Perspektive der Fahrer und Verantwortlichen der Signalfahrzeuge machen. Mit freundlicher Unterstützung des Berliner Rettungsamtes (vielen Dank!) war es uns möglich, für einen Tag den Schreibtischstuhl mit dem Beifahrersitz eines B 1000 der Schnellen Medizinischen Hilfe vom Stützpunkt Prenzlauer Berg zu vertauschen.

Einen Teil der optischen Eindrücke dieses Einsatzes geben die Fotos wieder. Darüber hinaus erscheinen einige grundsätzliche Bemerkungen angebracht.

Wahrnehmung Sondersignale werden als akustische und optische Zeichen abgegeben. Die akustischen sind die Sirene mit auf- und abschwellendem Ton, das Martinshorn (das „Tatü-tata") und das Zweiklan ghorn mit wechselnder Tonhöhe. Optische Sondersignale sind das Blaulicht (eventuell ergänzt durch eine rote bzw. grüne Rund-

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Eine Situation, die zu den am schwierigsten zu meisternden zählt: das Sondersignalfahrzeug fährt auf einer mehrspurigen Fahrbahn (hier drei) auf eine Kreuzung zu. Alle Spuren sind besetzt, die Fahrzeuge halten bei Rot. Ein Ausweichen über den Fahrbahnrand hinaus ist aus baulichen Gründen nicht möglich.

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umleuchte), das Rate Kreuz auf weißem G als Blinkleuchte und die Rot-Kreuz-Flagge Alles deutet darauf hin, daß es mit der W nehmung dieser Sondersignale Schwier ten gibt. Die akustischen werden ob des allem im Großstadtverkehr - hohen Lärmp ebenso oft zu spät erkannt wie die optis insbesondere wenn die Einsatzfahrzeug hinten kommen. Zur Erhöhung der Wah mungssicherheit bieten sich zwei Möglichk an: akustische Sondersignale lauter und sche auffallender gestalten oder Erhöhun allgemeinen Aufmerksamkeit der Kraftfa Wenngleich ein Sowohl-als-auch möglic

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IIIX

Eine „klassische" Situation für das Verhalten bei Annäherung eines Fahrzeuges mit Sondersignal: eine zweispurige Straße; die vorausfahrenden und entgegenkommenden Fahrzeugführer fahren rechts heran (zum Teil in vorbildlicher Weise bis über den Fahrbahnrand hinaus) und halten an (Bild oben).

Die beiden in der linken Spur haltenden reagieren hervorragend, tun das einzig R tige: der an der Aufstellinie haltende S fährt nach schräg vorn rechts auf die Kre (natürlich unter Beachtung des Verkehrs i freigegebenen Richtung), er wird dabei d den Wolga, der ebenfalls etwas nach rec vorn zieht, unterstützt. Der Trabant fährt entstandenen Freiraum hinein.

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Zum Verhalten gegenüber Fahrzeugen mit Sondersigna/

N tge 1,1 , 1

Kompliziert wird es - wie schon aus den Bildern unten links zu ersehen war -‚ wenn sich ein Signalfahrzeug einer lichtsignalgeregelten Kreuzung bei Rot nähert. Hier brauchen die Benutzer der mittleren und rechten Spur allerdings nicht zu reagieren, weil die linke Spur ohnehin frei ist. Trotzdem fährt das Signalfahrzeug nur im mäßigen Tempo an die Kreuzung heran. Eine typische Fehlreaktion: Während der Fahrer des Lkw-Zuges rechts heronföhrt und anhält (obwohl es für ihn objektiv schwieriger ist, das Sondersignal wahrzunehmen - hoher Lärmpegel im Fahrerhaus), will der Ladafahrer am haltenden Lkw vorbei. In Höhe des Lkw - --'rkennt der Pkw-Fahrer das Einsatzfahrzeug nd hält neben dem Lkw an. Richtig wäre dann, vorbeizufahren und am rechten Fahrbahnrand anzuhalten. scheint, ist der Weg über die erhöhte Aufmerksamkeit wohl der bessere, weil er auch der Verkehrssicherheit im Normalfall dient. Es muß wiederholt gefordert werden, daß sich Kraftfahrer nicht auf die Gespräche mit den Mitfahrern oder auf Sendungen aus dem Autoradio konzentrieren können, sondern stets auch ein Auge und Ohr dafür haben müssen, was um ihr Fahrzeug herum passiert. Wir sind im erwähnten Einsatz viele, viele Sekunden unmittelbar hinter einem Trabant hergefahren, mit Martinshorn, Blaulicht und Lichthupe; der Gegenverkehr hat dem Trabantfahrer mit der Lichthupe Zeichen gegeben; Fußgänger haben

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In dieser Situation ergeben sich auch für die ein- und aussteigenden Fußgänger Pflichten noch § 44 StVO. Sie haben die Fahrbahn unverzüglich zu verlassen bzw. dürfen sie nicht mehr betreten. Das Signalfahrzeug wird dann vorsichtig rechts an der Straßenbahn vorbeifahren.

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Der Verkehrsregler hatte bei Annäherung d Sondersignalfahrzeuges zunächst das Zeich „Achtung, anhalten" (Hochhalten des Arm und Signalstabes) gegeben. Der Skodafahr befuhr trotzdem die Kreuzung und behinde die freie Durchfahrt des Einsatzfahrzeuges Der Verkehrsregler hatte - so war seinen Gesten zu entnehmen - mit dem Skodafah einige Worte zu wechseln und ihm wohl eini zu erteilen. Zu Recht.

führer reagierten nicht, d. h. wichen nicht nach rechts aus. Deshalb mußte das Einsatzfahrzeug rechts an den haltenden Fahrzeugen vorbeifahren. Richtig wäre es gewesen, auch in dieser Situation dem Einsatzfahrzeug links die Durchfahrt zu ermöglichen.

eines Einsatzes

Aber dabei muß mitgedacht werden, da keine Gefährdung heraufbeschworen bzw freie Durchfahrt vereitelt wird. Deshalb fa der Lkw und der B 1000 erst noch ein Stü weiter und halten dann an.

versucht der vierköpfigen Trabantbesatzung klarzumachen, daß sie nicht allein auf der Straße ist - lange Zeit vergeblich. Es kann nicht sein, daß wegen solcher „Schlafmützen" Einsatzfahrzeuge ihr Ziel nur mit Verspätung erreichen. Etwas antiquiert wirken heute die Rot-KreuzFlagge und das blinkende Rote Kreuz. Diese Signale sind wirklich kaum wahrzunehmen.

Die Fahrerin des Lada weicht hier nach auf den Mittelstreifen aus. Richtig wäre gewesen, vor die in der mittleren und re Spur haltenden Fahrzeuge zu fahren (als nach rechts auszuweichen[) und dort eb falls zu halten, um dem Einsatzfahrzeug Durchfahrt zu ermöglichen.

Reaktionen Die Forderungen für das Verhalten gegenüber Fahrzeugen mit Sondersignalen sind in §44 StVO deutlich formuliert. Sie werden auch weitgehend eingehalten. In Standardsituationen treten - von der mitunter zu späten Wahrnehmung abgesehen - kaum Probleme auf. Schwierig wird es wenn besondere Situationen eintreten. Hier sollten drei Grundsätze beachtet werden. 1. Es kommt immer und zuvorderst darauf an, den Einsatzfahrzeugen die freie Durchfahrt links zu ermöglichen bzw. die Vorfahrt zu gewähren. 2. Dabei muß einheitlich bzw. abgestimmt gehandelt werden (mitdenken). In den allermeisten Fällen ist das Rechtsheranfahren und Anhalten - so wie im § 44 Absatz 1 der StVO vorgeschrieben - richtig. In Ausnahmesituationen (siehe Bild oben rechts) kann auch ein Weiterfahren und späteres Anhalten notwendig werden. 3. Auf alle Fälle sollte das, was der Kraftfahrer zu beabsichtigen gedenkt, angezeigt werden. Wird rechts herangefahren, dann muß rechts geblinkt werden. Wird stehengeblieben, so sollte das durch Betätigen der Fußbremse (also Aufleuchten der Bremslichter) angezeigt werden. Diese Signalisierung ist nicht nur für den Einsatzfahrer, sondern auch für Nachfolgende eine wertvolle Information. Klaus Zwingenberger

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Der Fahrer des Trabant links im Bild v sich falsch. Auch er hätte - wie die Fah des Wolga und des dunklen Trabant - n rechts ausweichen und dort anhalten müs So wurde der Fahrer des Signalfahrzeug einer „Slalomfahrt" gezwungen.

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StVO in der Tankstelle? Wiederholt kommt es zu Verkehrsunfällen im Tankstellenbereich, die teilweise mit schweren Folgen verbunden sind. So auch in diesem Fall: Ein Mopedfahrer suchte an einem Herbsttag eine Tankstelle auf, um zu tanken. Da es kurz vor Schluß der Offnungszeit war, hatte der Tankstellenleiter die Zufahrt bereits mit einer einfachen Leine gesperrt. Die Leine sollte sowohl den privat genutzten Teil der Tankstelle (Parkplatz für den eigenen Pkw) als auch den Zufahrtsbereich zu den Zapfsäulen absperren. Durch die tiefstehende Sonne und die damit verbundene Blendwirkung war das straff gespannte Seit nicht erkennbar. Der Mopedfahrer (,„1,, %uJeJlurlg uuu wurue stranguliert. Er stürzte vom fahrzeug und erlitt erhebliche Verletzungen. Der Tankstellenleiter wurde wegen Herbeiführung eines schweren Verkehrsunfalls gemäß Paragraph 196 StGB strafrechtlich zur Verantwortung gezogen. Dabei war die Frage zu klären, ob der Tankstellenbereich als öffentliche Straße oder als betriebliche Straße anzusehen ist. Im letzteren Falle würden nicht die Bestimmungen der StVO über die dort vorgeschriebenen Maßnahmen einer Straßensperrung zur Anwendung kommen. Der 3. Strafsenat des Obersten Gerichts der itrD..•... .... .... ..J.... deren zuständigen Organen hierzu folgenden Standpunkt:

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offentliche Straße Es ist davon auszugehen, daß Tankstellen während der 0ff nungszeit für jedermann mit Kraftfahrzeugen befahrbar oder in sonstiger Weise zugänglich sind. Ordnung und Sicherheit sind in hohem Maße und differenziert unter Beachtung der jeweiligen örtlichen Bedingungen zu gewährleisten. Der Geltungsbereich der StVO erstreckt sich auf den-Verkehr auf öffentlichen Straßen in der DDR (Paragraph 51 StVO). Offeritlich im Sinne dieser Bestimmung sind Straßen, auf denen für jedermann zugänglich allgemein ein fließender Verkehr stattfindet bzw.' erkennbar ist. Das ist im Tankstellenbereich einschließlich der Zuund Abfahrten der Fall. Für diesen Verkehr gilt die StVO. So haben Kraftfahrer, die den Tankstellenbereidi befahren, die Forderung einzuhalten, die mit dort befindlichen Verkehrszei-

Tankstellen werden täglich von Hunderten Fahrzeugen befahren. Durch vorsichtige Fahrweise und gegenseitige Rücksichtnahme können auch in diesem Bereich Unfälle vermieden werden. Besonders Großtankstellen mit mehreren Fahrspuren erfordern erhöhte Aufmerksamkeit. Da die MINOL-Tankstellen zum öffentlichen Straßennetz gehören, entschied das Oberste Gericht der DDR, daß auf dem Tankstellengelände die StVO gilt. So haben Kraftfahrer dort die Verkehrszeichen und - leiteinrichtungen entsprechend zu respektieren. Foto: Schadewald

chen und -leiteinrichtungen erhoben werden (Paragraph 6 Absatz 1 StVO). Die Entscheidung, ob und welche Signale, Verkehrszeichen und -leiteinrichtungen vom Tankstellenbereich aufzustellen oder anzubringen sind, trifft die zuständige Dienststelle der Deutschen Volkspolizei (Paragraph 6 Absatz 5 StVO). Dies trifft auch für die Entscheidung zu ob bzw. welche Verkehrsleiteinrichtungen (Anlage 2 Abschnitt Vb StVO) bei Betriebs. schluß oder -unterbrechung anzubringen sind. Das bedeutet, daß Sperrungen eines Tankstelleribereiches nur mit einem Seil nicht statthaft sind. Absperrungen sind also durch Absperrkegel (Bild 601 StVO), Sicherungskennzeichnung (Bild 604 StVO) oder durch Warnflaggen im Sinne des Paragraphen 39 Absatz 2 StVO kenntlich zu machen. Ist dies geschehen, dann ist für das fehlerhafte Befahren des Tankstellenbereiches und eventuell eintretender Folgen der zuständige Leiter nicht strafrechtlich verontwortlidi. Mit diesem Rechtsstandpunkt des Obersten Gerichts werden die Rechtsträgerschaft bzw. die

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Eigentumsverhältnisse über Tankstellenbere und die sich daraus ergebenden Pflichten der Straßenverordnung nicht berührt.

Leiteinrichtungen beachten

Wiederholt bestehen Unklarheiten darübe Leiteinrichtungen (Fahrbahnmarkierun auch in Tankstellenbereichen Rechtspflic für Verkehrsteilnehmer begründen. Beson bei Großtankstellen ist es erforderlich, e reibungslosen Verkehrsablauf zu garantie Diesem Anliegen dienen die in bestimm Tankstellenbereichen vorhandenen SperrLeitlinien. Die Fahrzeugführer sind verpflic sich diesen Leiteinrichtungen entspreche verhalten. Hier kommt es besonders darau sich entsprechend den Grundsätzen des P graphen 1 StVO zu verhalten.

Zu beachten ist auch, daß die Auffahrt Hauptstraßen, beispielsweise auf Autobah so erfolgt, daß sich weder die aus dem T stellenbereich aus- und auf die Hauptst auffahrenden Fahrzeuge behindern, noc vorfahrtsberechtigten Fahrzeuge behin werden.

Befinden sich Fahrzeuge auf einem Pork neben dem Tankstellenbereich und müs wenn sie die Hauptstraße erreichen wolle an den Tanksäulen vorbeiführenden Fahr ren kreuzen bzw. auf sie auffahren, dan der Grundsatz, daß den auf den gekennze neten Fahrspuren befindlichen Fahrzeuge Vorfahrt zu gewähren ist. Es handelt sich nicht um gleichberechtigte Straßen.

Oberrichter Dr. Joachim Sch Mitglied des Präsidiums des Obersten Gerichts der DDR

und Feuerlöschen

Es brennt.'

Wenngleich in der Praxis Fahrzeugbrände oder gar -explosionen weitaus seltener vorkommen als in Filmen, so sind sie aber wieder so häufig und vor allem in ihren Folgen von besonderer Auswirkung, daß man sich auf sie einstellen sollte, wissen muß, wie man sich verhält, welche Mittel für ihre Bekämpfung angewendet werden können.

den Räumen, in denen sich Personen aufhalten, eingesetzt werden. Das gute Lösungs- und Quellvermögen der Halone führt allerdings auch zu Nebenschäden, indem Lacke, Farben und Kunststoffe angegriffen werden. Durch Halone entstandene Schäden an diesen Flächen sind nur schwer wieder zu beseitigen. Der internationale Trend geht dahin, anstelle der Halonlöscher Pulverlöscher in Kraftfahrzeugen einzusetzen. Pulverlöscher bieten eine hohe Löschwirksamkeit ohne Einschränkung der Brandklassen, eine günstige Einhandbedienung und verursachen keine toxischen Nebenwirkungen. Zu Lackschäden kommt es ebenfalls nicht. Das als Rückstand verbleibende Löschpulver läßt sich leicht wieder entfernen. Für Pkw wird der Pulverlöscher vom Typ P0 1 LX angeboten. Beim Halonlöscher wird an der Brandstelle das Ventil durch Linksdrehen des Handrades geöffnet, wobei ein toter Gang von etwa 200 auftritt. Dabei muß die Plombierung zerstört werden. Dann tritt das Löschmittel mit kräftigem

Brandursachen - Infolge einer Fahrzeugkollision tritt Kraftstoff aus, der beispielsweise durch Schleiffunken oder elektrischen Kurzschluß entzündet wird. - Aus überfüllten Kraftstofftanks oder defekten Tanks und Kraftstoffleitungen tritt Benzin aus, das sich an heißen Motorpartien entzünden kann. - Undichte Vergaser oder Rückzündungen können zu Vergaserbränden führen. - Reibungswärme defekter oder festgeklemmter Ventilatoren oder Keilriemen kann ein Kraftstoff-Luft-Gemisch entzünden. - Kurzschlüsse können an einer meist nicht sichtbaren Stelle Kabel, Isolierteile oder die Polsterung in Brand geraten lassen. - Leichtbrennbare Kunststoffpolster und -überZüge können sich durch Zigarettenreste entzünden, z. B. durch solche, die durch das Vorderfenster hinausgeworfen wurden und durch das geöffnete hintere Fenster wieder in den Wagen gesogen werden. - Fahrlässiger Umgang mit brennbaren Lösungsmitteln (z. B. Waschbenzin) bei Reinigungsarbeiten (im Motorraum). - Anwärmen oder Warmhalten der Motoren im Winter mit provisorischen Heizgeräten. Die Erfahrungen der Feuerwehr besagen, daß die meisten Fahrzeugbrände durch austretenden Kraftstoff entstehen, der durch Funken der elektrischen Anlage, oder durch die Wärme des Auspuffsystems entzündet wird.

Feuerlöscher im Auto? Eine Ausrüstungspflicht von Pkw in individueller bzw. nicht gewerbsmäßiger Nutzung besteht nicht. Nur Pkw, die der genehmigungspflichtigen Personenbeförderung dienen müssen mit Löschern ausgerüstet sein. (Die Vorschriften für andere Kraftfahrzeuge interessieren hier nicht.) Trotzdem sprechen viele Gründe dafür, auch im privat genutzten Pkw einen Feuerlöscher mitzuführen. Kann ein Fahrzeugbrand im Entstehungsstadium gelöscht werden, wird weitaus größerer Schaden vermieden. Ein teilweise ausgebranntes Fahrzeug wieder fahrtüchtig zu bekommen, ist mit allerlei Mühen verbunden. Aber es geht nicht nur um die Möglichkeit, Brände am eigenen Fahrzeug löschen zu können. Auch die Möglichkeit, anderen Verkehrsteilnehmern im Unglücks-, d. h. Brandfall helfen zu können, spricht für den Löscher.

Löscherarten Ein Brand kann nur dann wirksam bekämpft werden, wenn das richtige Löschmittel angewendet wird. Kraftfahrzeugbrände lassen sich mit Feuerlöschern bekämpfen, die für die

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Ein Feuerlöscher gehört griffbereit in den Fahrgastraum, nicht in den Kofferraums der nach Unfällen oft nicht zugänglich ist.

Brandklasse B gemäß TGL 121-406/02 (Benzin, Benzol, öle, Fette, Wachs, Farben, Polyurethan usw.) zugelassen sind. In Frage kommen daher Schaum-, Pulver- und Halonlöscher. Aufgrund der im Pkw gegebenen Einsatzbedingungen (Frostsicherheit, Abmessungen) sind für Kraftfahrzeuge praktisch aber nur Pulverlöscher (ABCDE-Pulver) und Halonlöscher (Chlorbrommethan und Tetrafluordibromäthan) geeignet. Handfeuerlöscher sind als Kleinlöschgeräte nicht für die Bekämpfung größerer Brände konzipiert. Sie sind deshalb nur dort wirksam einzusetzen, wo es darum geht, Brände im Keime zu ersticken. Sind bei Verkehrsunfällen ganze Fahrzeuge in Brand geraten, so befinden sich meist auch mehrere Fahrzeuge an der Unfallstelle. In solchen Fällen kann mit mehreren Kleinlöschgeräten auch ein größerer Brand gelöscht werden. Leistet man in solchen oder anderen Fällen Hilfe für andere, sollte man sich dasJdie polizeilichen Kennzeichen notieren, weil es möglich ist, die Kosten für die Löscherfüllung von der Versicherung ersetzt zu bekommen.

Handhabungs-Hinweise Von den Halonlöschern ist für Kraftfahrzeuge nur der CB-Löscher (Chlorbrommethan) vorgesehen, für Pkw der Typ CB 0,5 1. Diese Löscher haben den Vorteil, daß das Löschmittel rückstandslos verdampft, eine ausgezeichnete Löschwirkung erzielt und eine ausreichende Frostbeständigkeit gegeben ist. Nachteilig sind die relativ hohen Kosten und die toxischen Eigenschaften der Halone. Cß-Löscher dürfen daher nur so eingesetzt werden, daß Personen das Löschmittel nicht einatmen können. Deshalb dürfen Halon-Löscher auch nicht in engen, völlig abgeschlossenen und nicht zu belüften-

Die kurze Spritzdüse unter dem Handrad am Ventil ist bei der Bedienung des Löschers nich sichtbar. Das erschwert das Zielen.

Strahl aus. Halonlöscher sind abstellbar. Bei kleineren Bränden können sie mehrmals hintereinander benutzt werden. Beim Pulverlöscher wird am Einsatzort der Zughebel durch kräftiges Ziehen betätigt, hierbei wird ebenfalls eine Plombe zerstört. Die nun geöffnete Ventilspindel läßt das Löschpulver entweichen. Wird der Zughebel losgelassen, schließt sich das Ventil, der Löschvorgang ist unterbrochen. Auch hier kann also in mehreren Etappen gelöscht werden, wenn es notwendig ist. Die Einsatzbereitschaft des Löschers ist am Druckanzeiger erkennbar.

Richtig löschen

Eine erfolgreiche Brandbekämpfung ist von der richtigen Handhabung des Löschers abhängig. Da Handfeuerlöscher nur eine relativ kurze Spritzdauer entwickeln, sind im Brandfall schon die ersten Sekunden des Löschereinsatzes mitentscheidend für den Löscherfolg. Es empfiehlt sich, ruhig und besonnen zu handeln und dabei die folgenden Hinweise zu beachten:

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sticken der Flammen zu löschen. Dazu sich insbesondere Decken.

Griff bereite Anbringung

Der beste Feuerlöscher nutzt nichts, w nicht griffbereit ist. Fehl am Platze is Kofferraum, der nach einem Unfall o mehr ohne weiteres zu öffnen ist. Der löscher gehört daher in den Fahrgastrau Pkw, wo er so angebracht sein muß, schnell erreichbar ist und im Falle eine falls die Insassen nicht verletzt. Am geeignetsten ist die Montage auf od lich des Mitteltunnels (soweit vorha zwischen den Sitzen (sofern der Pla reicht), an den Seitenwänden des Fußr (dort ist bei allen Pkw Platz) oder auc unter den Vordersitzen (soweit die Hö Platzes unter dem Sitz ausreicht). Nicht zu empfehlen ist eine Anbringung Hutablage. Beim scharfen Bremsen könn der Löscher dort lösen und die Insass letzen. Bei Bränden im Motorraum sollte die Haube nur spaltweit geöffnet werden. Zwei Hände erfordert der Löscher - wer hält die Haube?

- Den Brand nur mit dem Wind, d. h. in Windrichtung oder seitlich davon löschen, niemals gegen den Wind, sonst behindern Rauch und Flammen den Löschenden. - Niemals wahllos in die Flammen spritzen, sondern je nach Ausdehnung des Brandes von vorn nach hinten bzw. von unten nach oben ablöschen, also systematisch vorgehen. - Den Löscher möglichst senkrecht, höchstens jedoch mit einer Neigung bis zu 45 ° halten, wenn abgespritzt wird. - Den Abstand zwischen Löscher und Brand möglichst so wählen, daß der gesamte Brandherd vom Löschmittel eingehüllt wird. Brennt beispielsweise 01 oder Benzin in einem offenen Behältnis, so darf nicht voll hineingespritzt werden. Das Löschmittel ist vielmehr ohne Aufwirbelung der brennenden Flüssigkeit auf den Brandherd zu legen (am besten stoßweise).

- Wenn möglich und nötig gleichzeitig mit mehreren Löschern arbeiten, dann ist der Löscheffekt größer als bei Gebrauch mehrerer Löscher nacheinander. - Beim Löschen von Bränden im Motorraum darf die Motorhaube nur spaltbreit geöffnet werden. Das Löschmittel ist durch den Spalt hindurch zu spritzen, und die Motorhaube wird wieder geschlossen. Die Dämpfe ersticken dann den Brand. Wird die Motorhaube voll geöffnet, kann es durch die Luftzufuhr zur Brandentfaltung kommen. - Bei Kleinbränden sollte der, Löscher nicht völlig entleert werden. Es ist mit kurzen Löschstößen zu löschen. Eine Löschmittelreserve wird für ein eventuelles Wiederaufflammen zurückgehalten. Bei Vergaserbränden an Fahrzeugen mit Fallbenzin (z. B. Trabant, Motorräder) ist vor dem Löschen der Kraftstoffhohn zu schließen und Vollgas zu geben. Bei Fahrzeugen mit einer Kraftstoffförderpumpe wird die Zündung ausgeschaltet. Steht kein Feuerlöscher zur Verfügung, so sind Fahrzeugbrände kleineren Ausmaßes durch Er-

Technische Daten der Löscher für Kraftfahrzeuge

Funktionsbereich Masse (gefüllt) Löschmittelmenge (kg bzw. 1)

(0 IC) (kg)

Löschmittel Treibmittel zu löschende Brandklassen Betriebsdruck bei 20°C Spritzdauer Löschwiksame Spritzweite

(bar) (s) (m)

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Verzeichnis der Bezirksprüfstellen de VEB Prüforganisation mit Füllstatione

Bezirk Dresden: 8122 Radebeul, Am Gottesacker 32. Tal. 7 4 Bezirk Karl-Marx-Stadt: 9000 Karl-Marx-Stadt, Fronkenberger Straß Tal. 4 43 36 Bezirk Leipzig: 7030 Leipzig 3, Fritz-Austel-Straße 35, Tal. Bezirk Gera: 6500 Gera, Friedrich-Engels-Straße 13, Tal. 2 Bezirke Erfurt und Suhl: 5000 Erfurt, Claro-Zetkin-Straße 35, Tal. 3 Bezirk Halle: 4000 Halle (Saale). Morltzzwinger 12 (Ein Zenkerstr.), Tal. 25543 Besirk Magdeburg: 3000 Magdeburg, Olvenstedter Chausse Tel. 3 35 43 Bezirke Schwerin und Rostock (Kreise: G mühlen, Wismar, Bad Doberan und Rostoc 2700 Schwerin, Grunthalplatz 13, Tal. 21 48 Bezirke Neubrandenburg und Rostock (K Ribnitz-Domgarten, Stralsund, Rügen, Grim Greifswald, Wotgast): 2040 Malchin, Am Kanal 4, Tel. 31 43 Bezirk. Potsdam und Frankfurt (Oder): 1502 Potsdam-Babelsberg, Friedrich-Engels-S Nr. 39, Tal. 789 52 Berlin, Hauptstadt der DDR: 1040 Berlin 4, Johanniutraße 2, Tal. 2 82 97 Bezirk Cottbus: 7500 Cottbus, Hubertstraße 21, Tal. 22113

Prüfvorschrift

Alle Handfeuerlöscher unterliegen d fungspflicht gemäß BAO 3/1 - Prüfu Feuerlöschgeräte - vom 31.3. 1964. N BAO 3/1, § 4 Absatz 1 und der Festleg Hauptabteilung Feuerwehr vom 17. 3 müssen die Löscher im Abstand von 24 ten einer Ciberprüfung auf Funktionstüc unter ogen werden. Diese Oberprüfung durch die zuständige Bezirksprüfstelle d Prüforganisation für Feuerlöschgeräte Obersicht der Adressen). Einer solche ist ein Löscher nach jedem Gebrauch vo len, auch, wenn er nur teilweise entleer Diese Stellen füllen die Löscher auch Lothar Lie nach.

Geldstrafe Die Geldstrafe stellt infolge der mit ihr verbundenen materiellen Nachteile eine nachhaltige staatliche Einwirkung dar. Sie ist deshalb geeignet, den Rechtsverletzer zu einem disziplinierten und verantwortungsbewußten Verhalten anzuhalten. Die Geldstrafe ist im System der Maßnahmen strafrechtlicher Verantwortlichkeit von großer Bedeutung. Sie ist in 78 Normen des Besonderen Teils des Strafgesetzbuches und in der Mehrzahl der strafrechtlichen Normen außerhalb des Strafgesetzbuches als Hauptstrafe, und zwar stets alternativ neben anderen strafrechtlichen Maßnahmen ohne Freiheitsentzug und häufig auch neben Freiheitsentzug angedroht.

Freiheitsstrafe Bei der Verursachung eines schweren Verkehrsunfalls sieht das Gesetz de

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Anwendung der Geldstrafe nicht vor, wenn mehrere Menschen getötet wurden oder besonders schwerwiegende Schuld (Unfall durch Alkohol) vorliegt. In diesen Fällen ist, abgesehen von einer möglichen außergewöhnlichen Strafmilderung, nur der Ausspruch von Freiheitsstrafen möglich. Wurde durch den Unfall ein Mensch getötet, droht dos Gesetz alternativ Freiheitsstrafe oder Verurteilung auf Bewährung an. Auch in solch einem Fall ist für die Anwendung der Geldstrafe kein Raum. In allen anderen Fällen aber ist die Geldstrafe als Hauptstrafe möglich. Ob im konkreten Fall sie oder eine Verurteilung auf Bewährung ausgesprochen wird, hängt von der Tatschwere und den Besonderheiten der Täterpersönlichkeit ab.

Die Tatschwere wird durch die objektive Schädlichkeit der Handlung (z. B. Umfang der Unfallfolgen) und den Grad der Schuld (Einstellung des Täters zur Sicherheit im Straßenverkehr, Motiv und Art des Verkehrsverstoßes, Ausmaß einer eventuellen Mißachtung der Verkehrsregeln) charakterisiert. Bei der gleichfalls zu berücksichtigenden Persönlichkeit des Täters geht es vor allem um die Haltung zu den Verkehrspflichten, das bisherige Verhalten im Straßenverkehr, die Arbeitsdisziplin und -leistung sowie um das Verhalten zur Wiedergutmachung des Schadens. So können besonders schwerwiegende Gesundheitsschäden wie Querschnittslähmung, Verlust des Augenlichts, des Gehörs und andere ähnliche schwere körperliche Beeinträchtigungen den Ausspruch einer Geldstrafe verbieten. ebenso kann sich dies aus dem hohen Schuldgrad wie beispielsweise bei einer rücksichtslosen Verletzung der StVO nahekommenden Verhaltensweise ergeben. Erfordern diese Umstände eine durch verbindliche Verpflichtungen ausgestaltete, über einen längeren Zeitraum straff zu kontrollIerende Erziehung des Täters, muß die Anwendung der Geldstrafe unterbleiben. Wegen dieses Prozesses, in dem der Täter Bewährungs-, Wiedergutmachungs- und Selbsterziehungsleistungen zu erbringen hat, die mit der möglichen Realisierung der angedrohten Freiheitsstrafe bei ihrer Nichtbefolgung verknüpft sind, ist die Verurteilung auf Bewährung, gegebenenfalls mit einer zusätzlichen Geldstrafe, gegenüber der Geldstrafe als Hauptstrafe die schwerere Maßnahme der strafrechtlichen Verantwortlichkeit.

Strafbegrenzung

Außer dieser Begrenzung nach „oben" e sich für den Anwendungsbereich der Gelds eine Begrenzung nach „unten". Das ist d zutreffend, wenn sich nämlich beispielsw die Herbeiführung des Verkehrsunfalls we der geringen Folgen und dem niedri Schuldgrad als geringfügig darstellt und a die Töterpersönlichkeit positiv zu beurteile Dann liegen Voraussetzungen für die O gabe der Sache an ein gesellschaftliches richt vor. Dabei wird die Geldstrafe eben nicht angewendet.

Geldstrafen können ausnahmsweise auch derholt ausgesprochen werden. Nicht gere fertigt ist der wiederholte Ausspruch der G strafe normalerweise dann wenn

- es sich um in kurzen Intervallen begang einschlägige, insbesondere, vorsätzliche S taten (beispielsweise unbefugtes Benu von Fahrzeugen) handelt;

- die erneute Straftat Ausdruck einer verfe ten, undisziplinierten Verhaltensweise is erkennen läßt, daß der Täter aus der vo gegangenen Verurteilung keine Lehren zogen hat;

- die Verwirklichung der früher ausgespro nen Geldstrafe dadurch erschwert wurde, der Täter sich hartnäckig weigerte zu za (beispielsweise beim häufigen Arbeitsp wechsel, um die Vollstreckung zu ersch ren). Bei der Anwendung der Geldstrafe ist die stätigung einer Bürgschaft möglich. Au schlossen ist dies jedoch im Strafbefehls fahren, da die Bestätigung einer Bürgscha Urteil zu erfolgen hat. Im Interesse der schleunigung und Konzentration der Verfa werden Geldstrafen überwiegend im Stra fehlsverfahren ausgesprochen.

Bei Verkehrsgefährdung durch Trunkenheit unbefugter Benutzung von Fahrzeugen is Geldstrafe alternativ unter anderem neben Verurteilung auf Bewährung und Freiheitss angedroht. Sie ist bei diesen Delikten u Berücksichtigung der Tatschwere anzuwen wenn mit ihr in der konkreten Sache der Sc der sozialistischen Gesellschaft und des ein nen Bürgers sowie die Disziplinierung des ters gewährleistet wird. Das entscheidende grenzungskriterium ist auch hier die Tatschw Die Geldstrafe findet bei diesen Delikten b Anwendung. Bei wiederholter unbefugter nutzung von Fahrzeugen ist ihr Ausspruch nur dann möglich, wenn die erneute Tot k besonders verhärtete negative Einstellun fenbart.

In ländlichen Gebieten werden viele Weg per Rad zurückgelegt. Die Radfahrer - v Kind bis zum älteren Bürger - gehören Straßenbild und sind als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer auch von den Kraftfah zu akzeptieren.

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Bei der Herbeiführung eines schwer kehrsunfalls ist bei der Bemessung de strafenhöhe unter anderem zu berücksi ob ein mitwirkendes Verursachen du Geschädigten vorliegt, die Erheblich Gesundheitsschädigung an der unteren liegt oder eine komplizierte Verkehrss sich schuldmindernd auswirkt.

Bei Verkehrsgefährdung durch Trunkenh die Höhe der Geldstrafe dem höheren grad des Kraftfahrers Rechnung trage der Orientierung des Obersten Gerichts Mindesthöhe der Geldstrafe deshalb sen Delikten nur in Ausnahmefällen 1 Mark unterschreiten.

Bei unbefugter Benutzung von Fahrzeu stimmt die Art des Fahrzeugs, Dauer tensität der unbefugten Benutzung, schädigung des Fahrzeugs. der Grad fahr, der Verlust sowie einschlägige v gangene Maßnahmen strafrechtlicher wortlichkeit vorrangig die Tatschwere mit die Höhe der Geldstrafe.

Zusatzstrafe

Strafhöhe Die Höhe der Geldstrafe bestimmt sich vorrangig nach der Tatschwere. Weil besonders günstige bzw. weniger günstige wirtschaftliche Verhältnisse Einfluß auf die Wirksamkeit der Geldstrafe haben, bestimmt das Gesetz, daß bei der Bemessung der Geldstrafenhöhe die wirtschaftlichen Verhältnisse des Täters und die durch die Straftat begründeten Schadenersatzverpflichtgen zu berücksichtigen sind. Es widerspricht aber der Gerechtigkeit der Strafzumessung, wenn nicht die begangene Tat, sondern die wirtschaftlichen Verhältnisse des Täters letzten Endes ausschlaggebend für die Geldstrafenhöhe sind. Deshalb darf die Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Täters nicht so gewichtig sein, daß beispielsweise bei sehr günstigen wirtschaftlichen Verhältnissen trotz geringer Tatschwere eine überhöhte, der Tatschwere nicht angemessene und bei ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnissen, trotz erheblicher Tatschwere eine unangemessen niedrige Geldstrafe ausgesprochen wird. Aus diesen Gründen verbietet sich auch, das monatliche Einkommen des Täters als alleinigen Maßstab für die Geldstrafenhöhe zu nehmen. Nach der grundsätzlichen Rechtssprechung des

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In den morgendlichen und abendlichen Hauptverkehrszeiten erfordert besonders das Fahren in den Großstädten eine große Portion mehr Aufmerksamkeit. Schnell kommt es dabei zu mehr oder minder leichten Karambolagen, weil ein Verkehrsteilnehmer die Situation zu spät sah oder falsch einschätzte. Fotos: Ortner

Obersten Gerichts sollen Geldstrafen als Reaktion auf Straftaten in der Regel nicht unter 500,— Mark liegen. Sie können geringer sein, wenn die Straftat nicht erheblich gesellschaftswidrig ist und deshalb zur lJbergabe an ein gesellschaftliches Gericht geeignet wäre, dies jedoch aus weiteren im Gesetz genannten Voraussetzungen nicht möglich ist. Diese vorrangig auf die Tatschwere bezogene Orientierung dient der besseren Differenzierung der Geldstrafe und schließt somit ein, daß Geldstrafen, deren Höhe die durch die Tatschwere bestimmte Grenze überschreiten, ebenso verfehlt sind wie zu gering bemessene. Da Jugendliche (14 bis 18 Jahre) nur zu einer Geldstrafe bis höchstens 500,— Mark verurteilt werden können, wird bei ihnen innerhalb dieses Rahmens die Geldstrafenhöhe nach der Tatschwere bemessen.

Die Geldstrafe als Zusatzstrafe kann u derem bei Verurteilung zu einer Strafe m heitsentzug und bei Verurteilung auf rung angewandt werden. Sie dient da erzieherische Wirkung der Hauptstraf höhen. Als Zusatzstrafe muß sie im an senen Verhältnis zur Tatschwere u Hauptstrafe stehen. Die Hauptstrafe d in den Hintergrund treten. Die Zusa strafe muß aber zusätzlich zur Hauptst spürbarer, allerdings auch realisierba griff in die persönlichen Vermögensverh sein. Die Beschränkung der Geldstraf bei Jugendlichen gilt auch bei einer satzstrafe auszusprechenden Geldstrafe

Bei der Herbeiführung eines schwer kehrsunfalls und bei unbefugter Benutz Fahrzeugen werden Zusatzgeldstrafe sondere dann ausgesprochen, wenn d kehrsunfall bzw, die unbefugte Benutzun Fahrzeugs durch Alkoholeinfluß bedin bei der Herbeiführung eines schwer kehrsunfalls darüber hinaus, we Schuldgrad des Täters erheblich ist, a Bewährungsverurteilung noch zuläßt.

Bei Verkehrsgefährdung durch Trun wird eine Zusatzgeldstrafe unter an dann angewendet, wenn der Schuldg besondere durch folgende Umstände b wird: - Alkoholgenuß in Kenntnis der bevor den Fahrt;

- Fahrtantritt nach Alkoholgenuß tro nung Dritter;

- einschlägige Vorstrafen bzw. Ordnu fen. Dr. Rolf Schröder Stellvertreter des Leiters der Grundsatzabteilung des Obersten der DDR

Der Fußgänger im Straßenverkehr war das Thema eines mehrtägigen Symposiums, zu dem die Verkehrsjournalisten unserer Republik Berufskollegen aus den sozialistischen Ländern eingeladen hatten. So tauschten Anfang März in Berlin Journalisten aus der CSSR, der DDR, der UdSSR, der Ungarischen VR, der VR Bulgarien und der VR Polen ihre Erfahrungen darüber aus wie die Verkehrsteilnehmer zu einem verkehrsgerechteren Verhalten animiert werden können. Eine nicht unwesentliche Rolle dabei spielte der Schutz und die Sicherheit der Kinder. Die Journalisten der verschiedenen Medien berichteten über ihre Möglichkeiten, Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Bürger speziell auf die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam zu machen.

Elrad Parchomowski von der „lswestja" (UdSSR) sprach über ein spezifisches Problem: Satire und Verkehrssicherheit. Er meinte, daß die Satiriker viel zur Verkehrssicherheit beitragen können. An Beispielen erläuterte er, daß diese Methode in seiner Zeitung nicht zu kurz kommt und die Satire ihre Wirkung nicht verfehlt. Mit seinen Kollegen versucht er, so die Normen des Verkehrs zu den Lebensnormen werden zu lassen.

Ganzjährige Sicherheit

Kleine Autofahrer

Milon Josif, Chefredakteur von „automobil" (CSSR) informierte über neue Wege, die die CSSR-Journalisten zur Verkehrserziehung beschreiten wollen. Bisher war stets der April der Monat der Verkehrssicherheit. Alle Medien konzentrierten sich darauf. Doch bereits im Mai erschien zu dieser Thematik nichts mehr. Nun veranlaßten die Verkehrsjournalisten der CSSR, daß die Verkehrssicherheit kontinuierlich und ganzjährig im Programm ist. Mit medienspezifischen Mitteln sollen die Verkehrsteilnehmer auf die jeweiligen Schwerpunkte (Schulferien, Winterferien usw.) eingestimmt werden. Die Palette der Mittel ist groß. Sie reicht von kleinen Losungen über Erzählungen bis hin zu Hör- und

„Unsere Kinder kommen gegenwärtig noch nicht im Auto zur Welt", scherzte lgnacy Golik vom „Express Wieczorny" (VR Polen). Wie die Kinder über den Straßenverkehr aufgeklärt werden, verdeutlichte er an einem Beispiel aus Poznon. Dort wurde Achtjährigen das Autofahren beigebracht. Bereits mit neun Jahren konnten sie einen „126p" kutschieren. Auf einem Autodrom traten diese Kinder gegen Erwachsene mit dreimonatiger Fahrpraxis zu einem Geschicklichkeitstest an. Es waren eine Slalomstrecke, das Einparken und weitere derartiger Schwierigkeiten zu meistern. Ergebnis: Die Kinder waren besser! Sie absolvierten die Cibungen schneller und sicherer.

Fernsehspielen. Chefredakteur Josif betonte, daß dabei sogenannte Schockpropaganda vermieden wird. Die Journalisten wollen mit den positiven Darstellungen überzeugen und wirken.

Andrös Bodo, Chefreporter bei „Kepas Ujs (Ungarische VR) berichtete, daß die Verke Journalisten gemeinsam mit Verkehrsexpe untersuchten, wie die warnenden Verkehrss dei vor Schulen von den Kraftfahrern resp tiert werden. Die Auswertung ergab, daß Zeichen überhaupt nicht beachtet wurden stellte man versuchsweise an einer Schule e Ampelanlage auf, die von der Schuldirek ausgeschaltet werden konnte. Da reagier die Kraftfahrer natürlich. Ferner informierte er über Schulwegunter chungen, die eine Veränderung der Verkeh Organisation in diesen Bereichen zur Fo hatte. Dadurch konnte die Zahl der Kind unfälle um 35 Prozent gesenkt werden. An einigen ungarischen Schulen läuft geg wärtig ein Testprogramm, nach dem die Un richtsfächer durch StVO, Kfz-Instandhaltu und Erste Hilfe erweitert wurden. Mit d Abitur erlangen die Jugendlichen dann gle zeitig die Fahrerlaubnis.

Satire nutzen

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Unsere Kinder sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Von dieser Tatsache ließen sich auch die Redakteurinnen der Zeitschrift „Guter Rat" leiten, als sie Grafiker beauftragten, ein Symbol zu schaffen, das zur Kinderfreundlichkeit im Straßenverkehr aufruft. Anlaß dazu war das Internationale Jahr des Kindes und die hohe Zahl der Verkehrsunfälle, denen Kinder zum Opfer fallen. Im Heft 3/1979 der vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift wurden entsprechende Entwürfe von Renate Totzke, Manfred Bofinger und Ralf-Jürgen Lehmann vorgestellt. Die Entscheidung fiel schließlich auf das hier abgebildete Symbol von Ralf-Jürgen Lehmann.

Erfahrungen nutzen

Soweit einige Streiflichter aus der Diskuss Mögen solche internationalen Arbeitsberat gen künftig öfter stattfinden. Dies würde a unsere verkehrserzieherische Arbeit bereich Schließlich geht's gemeinsam besser, und grundlegenden Probleme sind überall gle Dieser Erfahrungsaustausch war für alle T nehmer informativ und anregend, weil ide reich. Sc

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in Berlin. Ralf-Jürgen Lehmann lIIüstrierte auch mehrere Kinder- und Jugendbücher. Der 46jährige Grafiker bezeichnet sich selbst als „passionierter Fußgänger". Als Abziehbild soll es für 10 Pfennig pro Stück in den IFA-Läden angeboten werden. Die mehrfarbige Marke hat im Original einen Durchmesser von 5 cm. Mit dem Symbol gibt man sich als kinderfreundlicher Kraftfahrer zu erkennen. - Ich habe das Zeichen auch am Fahrzeug. - Allerdings läßt sich das im Planet-Verlag Berlin hergestellte Abziehbild nur von außen auf die Fahrzeugheckscheibe schieben. Günstiger, weil von längerer Haltbarkeit, wäre ein Anbringen von innen. Vielleicht kann das bei einer eventuellen Nachauflage berücksichtigt werden. Herbert Schadewald

Der grafische Schöpfer des kinderrfeundlichen Kraftfahrersymbols ist Dozent an der Fachschule für Werbung und Grafik

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Schuiweguntersuchungen

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Training einer Jugendgruppe auf der Straße. Das Nebeneinanderfahren, das Fahren in der Staffel gehört zur Ausbildung und dient vor allem der Vorbereitung auf das Mannschaftsfahren.

Radrennen in einem Wohngebiet. Trotz Parkverbot werden viele Pkw auf der Fahrbahn abgestellt. Größte Vorsicht ist geboten, wenn während des Rennens auf oder über die Renn strecke gefahren wird.

Sportler tummeln sich hauptsächlich außerhalb der öffentlichen Straßen, in Stadien, auf Schanzen, Bahnen, Pisten, in Becken und Hallen. Eine Sportart tanzt hier aber außer der Reihe: der Radsport, genauer gesagt, der Straßenradsport. Nun wird jeder gleich an die Friedensfahrt denken und daran, daß bei dieser internationalen Veranstaltung die Straßen abgesperrt werden, es zu keiner direkten Berührung von Sport und Verkehr kommt, höchstens derart, daß sich mancher Kraftfahrer ob der zeitweiligen Sperrmaßnahmen ärgert. Auch anläßlich einer DDR-Meisterschaft auf dem Sachsenring oder anderswo werden Sport und Verkehr getrennt. Solche Trennungen sind aber die Ausnahme. Denn nationale oder gar internationale Meisterschaften bzw. Großveranstaltungen bilden nur die Spitzes des Eisberges. Sie leben von der breiten Sportbewegung auf unteren und mittleren Ebenen, insbesondere den zahlreichen Sportveranstaltungen der Kinder und Jugendlichen. Außerdem sind die Wettkämpfe der Großen und Kleinen auch nur ein, nämlich der weitaus kleinste Teil ihres Auftretens auf der Straße. Sport besteht vor allem aus Training, Training und nochmals Training. Radsportler trainieren zu einem erheblichen Teil auf der Straße. Damit sind wir beim Problem. Es besteht darin, daß dieses Training unserer Radsportler aller Kategorien und Altersklassen vorwiegend auf öffentlichen, nicht abgesperrten Straßen absolviert werden muß und daß die Mehrzahl der Straßenradsportveranstaltungen auf nur teilweise abgesperrten Straßen stattfindet.

mal ihre Radsportasse auf der Winterbahn erleben zu können, vergessen sehr schnell - oder denken erst gar nicht daran -‚ daß solche Leistungen nicht von ungefähr kommen. Und eben für diese Basisarbeit, den Kinder- und Jugendsport und das Training auf der Straße fehlt mitunter das nötige Verständnis.

Viele der Menschen, die sich über die Erfolge unserer Radsportler freuen (,‚Wir hoben eine Goldmedaille gewonnen!"), die einen Straßenvierer zur Mannschaft des Jahres wählen und die stundenlang nach Karten anstehen, um ein-

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Das beginnt damit, daß sich eine Trainingsgruppe nicht wie Ausflügler über Land bewegen kann. Das strenge Hintereinanderfahren läßt sich im Training ebensowenig einhalten wie das Benutzen von Radwegen oder gar ein Befahren von Sommerweqen. (Letztere wären nur als Querfeldeintraining zu benutzen.) Obwohl die Sportclubs und Betriebssportgemeinschaften schon solche Strecken für das Training auswählen (in der Reqej im Einvernehmen mit der Verkehrspolizei, wobei es in dieser Abstimmung noch Reserven gibt), auf denen eine Behinderung des übrigen Verkehrs minimal bleibt, kann es schon vorkommen, daß man als Kraftfahrer eben einmal nicht sofort an einer Trainingsqruppe vorbeifahren kann, wenn Gegenverkehr herrscht. In der Regel werden solche Gruppen nach hinten durch ein Beqleitfahrzeug „geschützt", aber in jedem Fall ist das nicht möglich. Hier beginnt nun das Verständnis - oder auch nicht. Die Kraftfahrer werden deshalb gebeten, nicht zu versuchen, solche Trainingsgruppen durch Hupen oder auf andere Weise auseinanderzutreiben oder sie auf den Sommerweg abzudrängen, sondern eben daran zu denken, daß das notwendig ist, wenn bei der nächsten, übernächsten und weiteren internationalen Meisterschaften wieder Sportler in den grauen Trikots auf dem Treppchen stehen sollen. Ein ganz ähnliches Verhältnis ist bei den Radsportveranstaltungen vonnöten, die hauptsäch-

lich an Wochenenden auf nur partiell abgesperrten Strecken stattfinden. Hier haben die Sportler mit zwei Schwierigkeiten zu kämpfen Soweit es sich um Rundkurse in Wohngebieten handelt, sind es die geparkten Autos, die manches Rennen in ein Slalomfahren verwandeln Natürlich wird vor einer solchen Veranstaltung für die Rennstrecke Parkverbot ausgesprochen Aber viele Kraftfahrer halten sich leider nich daran. Partielles Absperren heißt hier, daß der Anwohnerverkehr nicht generell verboten wird die Rennstrecke kann an einigen Stellen überquert bzw. strecken- und zeitweise auch befahren werden. Das ist unvermeidlich und wird oft von der Verkehrspolizei, freiwilligen Helfern der Verkehrspolizei oder Sportfunktionären geregelt. Mitunter fehlen aber solch regelnde Hände. Dann kann es vorkommen, daß die Anwohner selbständig handeln. Dabei werden zwei schwerwiegende Fehler begangen: die Rennstrecke wird in entgegengesetzter Richtung befahren und/oder es wird in unübersichtlichen Kurven gewendet. Beides ist im Interesse der Sicherheit für Rennfahrer und Kraftfahrer auf alle Fälle zu vermeiden.

Bei Straßenrennen, die nicht auf einem Rund kurs, sondern auf einer Strecke (meist mit Hinund Rücktour) ausgetragen werden, geht es im Pulk übers Land. Vor dem Feld fährt ein Verkehrsregler, der die entgegenkommenden Fahr-

zeuge rechts heranwinkt. Die Kraftfahrer sollten dann aber auch wirklich versuchen, sowei wie möglich nach rechts zu fahren, denn starke Hauptfelder brauchen viel Platz.

Nach hinten wird solch ein Konvoi manchma ebenfalls durch Verkehrsregler abgesichert, die dafür sorgen, daß sich niemand „einschmug gelt". Wenn der rückwärtige Verkehrsregle fehlt, sollten die Kraftfahrer aus Rücksicht au die Begleitfahrzeuge und die Sportler trotzdem auf lJberholversuche verzichten.

Schließlich ergeht die Bitte an die Kraftfahrer sich auch zurückgefollenen Fahrern gegenüber die nicht mehr den Schutz des Trosses genießen, rücksichtsvoll zu verhalten.

Klaus Zwingenberge

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G pöck am 11 „ck

Unser Urlaubsziel war 1979 die bulgarische Schwarzmeerküste. Dort wartete zwar ein festes Quartier; jedoch wollten wir auf der Hin- und Rückreise uns vor allem durch Rumänien Zeit nehmen. Wir hatten vor, mehrmals mit einem 4-Personen-Hauszelt zu übernachten. Für den Transport des Zeltes und des Zubehöres benötigten wir einen Dochgepäckträger, da sämtliche anderen Stauräume bereits durch das übliche Urlaubsgepäck sowie durch die Fahrzeugausrüstung einschließlich Wasser- und Kraftstoffbehälter voll ausgefüllt waren. Mit einem Dachgepäckträger hatten wir jedoch auf vorhergehenden Urlaubsfahrten die Erfahrung gemacht, daß bei unserem Skoda 5 100 der Kraftstoffverbrauch von durchschnittlich 7,5 1/100km bei normaler Oberlandfahrt auf 8,5 bis 9 1/100 km steigt. Außerdem ist die verstaute Ladung nicht unter Kontrolle. Es sind des öfteren Kontrollen der Befestigung und Abdeckung notwendig. Auf mehrtätigen Reisen kann das zu einer zusätzlichen Belastung für den Fahrer werden.

Nicht nur für Skoda Aus all diesen Uberlegungen heraus entwikkette ich einen Heckgepäckträger. Die Konstruktion ist nach den Maßen des S 100 gefertigt. Ich habe jedoch festgestellt, daß die Lösung prinzipiell bei fast allen Pkw-Typen mit Stufenheck anwendbar ist. Ob es sich um Front- oder Heckmotor handelt, spielt dabei keine Rolle. Die Konstruktion besteht aus einem klappbaren Rahmen aus 16-mm-Vierkanteisen, einem Transportkosten aus 0,8 mm starkem verzinktem Blech in den Maßen 1240 mm X 650 mm >< 150 mm sowie aus der Abdeckplatte, die gewissermaßen Ersatz für die demontierte Motorhaube ist. Nach dem Grundieren und Lackieren aller Bauteile wird der Kasten fest mit dem aufklappbaren Teil des Rahmens verschraubt. Gummiband zwischen den Auflagen verhindert Korrosion und Vibration. Am feststehenden Teil des Rahmens sind vier Schrauben als Steckbolzen so angeschweißt, daß sie genau in die vier vorhandenen Bohrungen der Auflagegummis für die Motorhaube auf den Kotflügeln passen.

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Diese Schrauben bilden die Auflage und Verbindung mit dem Fahrzeug. Durch entsprechend gewählte Länge der vorderen und hinteren Schrauben sowie durch die vor dem Aufsetzen aufgebrachten Muttern kann die gesamte Konstruktion waagerecht montiert werden. Zur Verteilung der Auflagekräfte sind anstelle der Unterlegscheiben 100 mm lange Flacheisenbänder in der Form der Kotflügelregenrinne zwischen Auflegeschraube und Kotflügel vorgesehen.

Motorhaube demontiert Nachdem die Motorhaube demontiert ist, kann die gesamte Konstruktion in einem Arbeitsgang aufgesetzt werden. Die Stehbolzen werden von unten mit Kontermuttern gesichert. Zur Arretierung des aufgeschlagenen Heckkofferraumes ist auf der linken Seite des Rahmenteiles ein simpler Feststellhaken einschließlich seiner Halterung angebracht. Beim Offnen wird der Haken aus der Halterung gezogen und in senkrechter Lage in eine Bohrung des aufschlagbaren Rahmenteiles gesteckt. Beim Schließen rasten zwei am Oberteil des Rahmens angebrachte Schraubenstehbolzen in das Unterteil ein. Sie werden durch zwei Flügelmuttern gesichert. In der Rahmenmitte rastet ein noch zusätzlich angebrachter Flansch ein, durch dessen Bohrung ein kleines Sicherheitsschloß angebracht werden kann. Der Motorraum ist dadurch fest verschlossen. Es ist allerdings auch

möglich, die serienmäßige Schließkonstruk (einschließlich des Offnens über den Hebe Innenraum) zu verwenden. Diese Varia konnte ich lediglich aus Zeitgründen nicht m vor dem Urlaub lösen. Für die obere Abdeckung des Kastens ist e aus PVC-Material gefertigte Plane über spannt, die an der in Fahrtrichtung gesehe vorderen Kastenseite unter einer Metallble fest mit dem Kasten verbunden ist. Zum spannen der Plane dient eine handelsübli Gepäckspinne, die in den am Kasten an brachten Haken eingehangen wird. Es kön natürlich auch eine Plane mit Osen und G miband Verwendung finden. Zur ästhetischen Abrundung der Konstruk brachte ich noch zusätzlich zwei Schrauben die Befestigung des Kühlergrilles an. Sie w den ebenfalls durch zwei Flügelmuttern sichert. Alle Auflagepunkte sind mit Gum band angeklebt, um ein Scheuern und Vib ren zu vermeiden.

40 Kilogramm zusätzlich

Der Heckgepäcktröger konnte von mir be wähnter Fahrt über 5400 km erprobt werde In dem 121 dcm3 großen Stauraum (1240 m 650 mm/150 mm) wurden folgende Aus stungsgegenstände untergebracht: Zelt stänge (10 kg), Zelt (9 kg), Zeltbefestig (2 kg), Campingkocher (2 kg), Campingko (Tisch und Stühle, 12 kg), Feldspaten und G mihammer (2 kg), Campingleuchten (1 kg). sammen ergab das eine Lademasse von 38 Die Leermasse der Konstruktion beträgt 14,5 Dies entspricht ungefähr der Masse der dem tierten Motorhaube und Stoßstange. Ich betonen, daß die Stoßstange nicht unbed demontiert werden muß; sie erhöht die samtmasse unwesentlich. Bei einer Ladema von etwa 40 kg wird die zulässige Achslast ten ohne weiteres eingehalten, auch wenn Wageninneren teilweise Ausrüstungsgeg stände untergebracht werden.

Ohne Nachteile

Das Fahrverhalten des Skoda verschlecht sich nicht. Das Fahrzeug war ja auch vorn s ausgelastet. Selbst zügige Kurvenfahrten ren problemlos. Bremsversuche bei 30 km

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60 km/h und 90 km/h zeigten im Spurverhalten und in der Lange des Bremsweges keine meßbaren Veränderungen im Vergleich zu Versuchen ohne Heckgepäckträger. Zum öffnen der vollständig geschlossenen Klappe (um in den Motorraum zu gelangen) benötigt man 30 Sekunden; zum Schließen etwa 45 Sekunden. Mit dem serienmäßigen Verschluß der Motorhaube wäre das Offnen sicher noch schneller möglich. Aus sicherheitstechnischen Erwägungen im Hinblick auf einen eventuellen Brand im Motorraum ändere ich die Konstruktion dahingehend ab. Der Kasten läßt sich auch voll ausgelastet relativ leicht nach oben klappen und arretieren. Die Arretierung erwies sich als ausreichend. Sie zeigte nach 47maligem Öffnen keinerlei Deformationserscheinungen. Die Temperatur im Kasteninneren nach 420 km ununterbrochener lJberlandfahrt und bei Außentemperaturen um 30 Grad Celsius hielt sich so in Grenzen, daß keine Zerstörungserscheinungen an Plasteteilen des Zeltes und der Ausrüstung festzustellen waren. Das Temperaturverhalten des Motors verbesserte sich infolge des großen, hochliegenden Luftspaltes zwischen Karosserie und Trägerrahmen (abgedeckt mit dem Grill). Die Schrauber)verbindungen lockerten sich während der gesamten Strecke nicht. Bei mehrmaligen Kontrollen brauchte keine einzige Schraube nachgezogen zu werden. An den Auflagepunkten der Kotflügel entstanden keinerlei Deformationserscheinungen. Bei einer „TestBelastung" mit 80 kg (Sandsäcke) konnten keine sichtbaren Biegeerscheinungen der Karosserie festgestellt werden. Die Sichtverhältnisse vom Wageninneren nach hinten verschlechterten sich nicht nennenswert. Obwohl sicherheitshalber zusätzlich ein rechter Außenspiegel montiert wurde, war der Blick durch den Innenspiegel immer ausreichend. Die Abdeckplane einschließlich der Abspannung lockerte sich nie. Fahrtwind konnte nicht unter die Plane gelangen. Dies ist vor allem der festen Verbindung der Plane an der Frontseite des Kastens zuzuschreiben.

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6,5 1/100 km Eines der überraschendsten und erfreulichsten Ergebnisse war der Kraftstoffverbrauch. Gerechnet freilich hatte ich damit, schließlich wurde die Konstruktion ja aus der Ciberlegung heraus entwickelt, den Kraftstoffverbrauch gegenüber einer normalen Limousine nicht wesentlich zu erhöhen (was bei Dachgepäckträgern nicht gelingt). Durch exakte Führung eines Bordbuches mit allen notwendigen Angaben war es möglich, alle Daten sicher festzustellen. Der Gesamtdurchschnittsverbrauch über 5381 km lag bei 7,13 /100 km. Dabei muß beachtet werden, daß vier Hochgebirgsstrecken - darunter die phantastische Transfagaras bis 2000 m über NN - überwunden wurden. Einbegriffen sind auch Hunderte Kilometer Stadtverkehr in Sofia, Budapest und Bratislava, wo jeweils einige Tage Zwischenstation gemacht wurden. Der Durchschnittsverbrauch auf normaler Landstraße (teilweise Mittelgebirgscharakter) lag nach mehrmaligem Prüfen und auf verschiedenen Strecken bei 6,51/100km! Das Fahrzeug benötigte also etwa 11/100km Kraftstoff weniger als vorher. Dadurch sparte ich gegetl-

über der Normallimousine 541 Kra gegenüber dem Fahrzeug mit Dachg ger mindestens 1101 Kraftstoff ein! immer zügig gefahren - wenn es die verhältnisse zuließen mit 80 bis 90 k

Erwähnt sei noch, daß der verwend 5100 bereits 70000km gelaufen wa Motor noch keinerlei Reparaturarbei zweimaligem Einstellen der Ventile) führt wurden. Das Phänomen der Kraftstoffeinspa genüber der trägerlosen Limousine ich mir in der höhergezogenen Kante Der Kasten wirkt spoilerartig. Dies wurde mir auch bei einer Konsultati nerSkoda-Werkstatt bestätigt.

Abschließend möchte ich feststellen die Konstruktion bewährt hat. Die gen, die ich darauf gesetzt hatte, s troffen worden; vor allem im Hinbli Kraftstoffeinsparung.

Zur Zeit arbeite ich an einer verbes riante. Ich möchte die obere Abde einer verschließbaren Klappe versehe Jürgen

Als der „N 126" vor sieben Jahren zum ersten Mal auf polnischen Straßen erschien, war das eine Sensation. Nicht nur deshalb, weil Campinganhänger damals in Polen nicht dermaßen populär wie in anderen Ländern waren. Der Hersteller - die Werke für Haushalts- und Campinggeräte in Niewiad6w - hatte wohl nicht angenommen, daß sein neues Erzeugnis, also der Wohnanhänger, dermaßen gut an kommen würde. Als der Campinganhänger dann aber auch auf der Internationalen Messe in Poznar und anschließend in Italien Interesse weckte, zweifelte bereits niemand mehr daran, daß Konstrukteuren und Belegschaft in Niewiad6w, die sich bisher doch vorwiegend nur mit kleinen Haushaltsgeräten befaßt hatten, ein überragender Treffer gelungen war.

Äul

.Schlager aus Niewiadow Bald sieht man sie wieder häufig - unterwegs auf den Straßen oder auf Campingplätzen: die kleinen polnischen Wohnanhänger, die originellerweise sogar vom Pkw-Zwerg ‚Polski-Fiat 126 p" gezogen werden! Die polnische Interpress-Agentur stellt die Caravan-Schlager aus Niewiad6w (bei t6di) im folgenden etwas näher vor.

Drei einer Serie Womit läßt sich der Erfolg der Campinganhänger aus Niewiad6w erklären? Einmal kommt das wohl daher, weil die Fabrik drei Typen in einigen Bauversionen erzeugt, eine Modellreihe also. Typisch für alle ist ihre geringe Masse (sie bestehen weitgehend aus Plaste), ihre hübsche Kontur und ihr funktionelles Innere. Am populärsten ist das Modell N-126", das von kleineren Pkw gezogen werden kann. Die zwei großen Modelle „N-127" und „N-132" sind gewichtiger, aber auch komfortabler. Sie können nur an Wagen mit größerer Motorleistung angehängt werden. Hergestellt werden die Anhänger aus glasfaserverstärkten Polyesterharzen. Das macht sie außergewöhnlich stabil. Ihre hübsche Form hat auch einen großen praktischen Vorzug: geringen Luftwiderstand. Der selbsttragende Aufbau ruht auf einem Fahrgestell, das auch - je nach Modell bzw. Masse des Anhängers - mit Auflaufbremsen ausgerüstet werden kann. Bei Rückwärtsfahrt wird die Auflaufbremse automatisch abgeschaltet. Beim Modell „N-126" fehlt diese Einrichtung, da sie die polnische Straßenverkehrsordnung für Wohnanhänger bis zu 750 kg nicht verlangt.

Bett plus Hängematte Die einzelnen Modelle unterscheiden sich voneinander in Innenausstattung, Masse und Abmessungen. Der kleine Typ „N-126" ist für zwei Erwachsene und ein Kind bestimmt. In den Bautypen „N-127" und „N-132" können drei Erwachsene und ein Kind bequem schlafen - letzteres nicht in einem Bett, sondern in einer Hängematte im vorderen Teil des Anhängers. Das Modell „132t" hat einen besonderen Waschraum mit Fenster. Trotz der relativ bescheidenen Platzverhältnisse bieten die Anhänger eigentlich alles, was zum bequemen Campen nötig ist. Die ausklappbaren Liegen, die Klapptische, der Kleiderschrank, die verschließbaren Regale, die Küche mit einem ein- oder zweiflammigen Gasherd und rostfreiem Spülbecken (Platz für nachträglichen Einbau eines Kühlschrankes vorhanden!)

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Erst richtig komplett wird auch der polnische Wohnanhänger durch das Vorzeit

Die Campinganhänger aus Niewiad6w N-126 Gesamtlänge Gesamtbreite Gesamthöhe Länge des Aufbaus Eigenmasse Zulässige Gesamtmasse Radgröße Schlafplätze

3950 mm 1940 mm 2240 mm 2815 mm 450 ± 20 kg 550 kg 125SR12 3

N-127

N-132

4000 mm 1950 mm 2260 mm 2940 mm 520 ± 20 kg 650 kg 155SR12 3+11

4750 mm 2000 mm 2450 mm 3600 mm 680 ± 20 kg 800 kg 165SR12 3+1

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Die größere Variante der N-Reihe is zusätzlichen Seitenfenster zu erkenne (Foto oben)

Behagliche Wohnzimmeratmosphäre s die Holzmaserung der kunststoffbesch Inneneinbauten (Foto Mitte)

Der „N.126" am N Polski-Fiat 126p" i keine Fotomontagel Der Pkw-Zwerg z Anhänger tatsächlich! (Foto unten)

Im Gepöckanhänger mit Plane (N-250a Zeltler i h r e dritte Achse

- all das ist ausgesprochen funktionell. Zur Ausrüstung gehört auch eine elektrische Wasserpumpe. Gute Luftzirkulation sichern die Fenster und ein Dachlüfter. Die Elektroinstallation ist der 12-V-Bordspannung des Pkw und noriialer 220-V-Spannung angepaßt, die Gasinstallation für Propan/Butan geeignet. Das Modell „N-132" besitzt außerdem einen 15-1-Wasserbehälter. Wände und Decke sind mit hübschem Stoff ausgekleidet, der zugleich eine gute Wärmeisolation sichert. Die Möbel wurden mit holzähnlichem Kunststoff (Unilan) beschichtet. Mit einem Vorzeit läßt sich die Wohnfläche vergrößern. Obgleich die Wohnwagen aus Niewiadöw im Vergleich zu internationalen Konkurrenten relativ bescheiden ausgestattet sind, haben sie nach Meinung ihrer Besitzer - drei unwiderlegbare Vorzüge: Sie sind sehr funktionell, leicht und verhältnismäßig billig. Wie sehr sie in Polen beliebt sind, davon zeugen die Klubs der Niewiad6w-Caravaningfreunde. Die Besitzer der Wohnanhänger überbieten sich geradezu mit Verbesserungen, die auch die Fabrik gern zur Kenntnis nimmt und nicht selten in der weiteren Produktion berücksichtigt.

Achse zum Zelten Erwähnt werden sollten aber auch die in Niewiad6w gebauten Gepäckanhänger. Sie sind vor allem beliebt bei Familien, die mit einem Kleinwagen reisen und gern zelten. Sie werden

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in zwei Bauversionen geliefert: als „N mit einem Zeltplanüberzug, beschic PVC, und als „N-250c" mit fester Hau Gepäckkästen aus glasfaserverstärkte ester können mit 250 kg beladen werd dem Anhänger mit Zeltplane läßt si spezielle Stützkonsole für den Transpor Motorboote anbringen. Die Anhäng 2120 mm lang, 1300 mm breit sowie 8 (N-250a) bzw. 950 mm (N-250c) ho Eigenmasse beträgt 95 kg.

Seit zwei Jahren stellt ein Betrieb i Kalwaria zusammenklappbare Zeltan her. Trotz der sehr einfachen Konstruk bescheidenen Ausrüstung haben auc Zeithäuschen ihre Anhänger. Da sie se sind (230 kg), können sie auch von Klei gezogen werden. (Höchstzuladung 30 k Zelt richtet sich nach Offnen der Haub matisch auf. Es ist für zwei bis drei Pe bestimmt. Die aufgeklappte Haube bil Fußboden für den Koch- und Waschraum ein Oberzelt kann der Wohnbereich ver werden.

Die Abmessungen des Anhängers GKtragen bei zusammengeklopptem Zelt 19 1375 mm, 1000 mm (L, B, H auf Räde aufgestelltem Zelt 3890 mm (1916 entfa Koch- und Waschraum), 1375 mm und 2 (max. Höhe). Elibieta G

Obwohl bei wassergekühlten Motoren Instrumente die Kühlwassertemperatur anzeigen oder Kontrollampen bei CJberhitzung warnen, erkennt man Schäden am Kühlsystem, wie undichte Schlauchverbindungen oder eine defekte Wasserpumpe erst, wenn bereits eine erhebliche Kühlflüssigkeitsmenge verloren wurde und dadurch die Temperatur stark angestiegen ist. Bei kaltem Motor und winterlichen Außentemperaturen wird ein nicht ausreichender Kühlwasserstand über die Temperaturanzeige nicht rechtzeitig signalisiert, so daß entweder eine übermäßige thermische Belastung der besonders gefährdeten Zylinderkopfdichtung bereits eingetreten ist oder die Fahrt unterbrochen werden muß, um Kühlwasser nachzufüllen. Geringe Undichtheiten, die zum allmählichen Sinken des Flüssigkeitsstandes führen, werden nur selten rechtzeitig bemerkt. So wurde z. B. beim Olwechsel an einem 5 100 nur durch Zufall die von innen durchgerostete Rohrverbindung neben dem Olfiltertopf (Abzweigung zum Wärmetauscher) als Leck im Kühlsystem erkannt. Obwohl bereits etwa 1,5 Liter Kühlflüssigkeit fehlten, zeigte das Thermometer einen normalen Wert an, da der Motor durch Kurzstreckenbetrieb bei vorangegangenen Fahrten kaum richtig durchgewärmt wurde. Abhilfe gegen solche Überraschungen ermöglicht eine Kühlwasserstondanzeige, die von W. Elle 1und H. Bechmann aus Liebertwolkwitz vorgesc lagen wurde, wobei eine Kontrolllampe aufleuchtet, wenn der Flüssigkeitsspiegel unter /den gewählten Minimalabstand sinkt.

Dazu einige Lösungsmöglichkeiten, deren Schaltungen mit wenigen elektronischen Grundkenntnissen und mit Bauelementen au den Amateurfachgeschäften nachgebaut werden können.

Meßfühler Als Meßfühler wird eine in die Kühlflüssigkeit eintauchende Elektrode verwendet. Der sich zwischen dieser Elektrode und den metallischen Teilen des Motors (Gegenelektrode) über die Flüssigkeitsstrecke ergebende elektrische Widerstand, insbesondere dessen Änderung bei eingetauchter bzw. nicht eingetauchter Elektrode steuert einen einfachen Schaltverstärker, an dessen Ausgang ein Relais, eine Lumineszenzdiode (LED) oder eine Glühlampe liegt. Je nach Art des Kühlsystems wird der Meßfühler im oberen Teil des Kühlers (z. B. 5 100, Mutter Scheibe,..

mit Cenusil

l 71

1k Kühlerblech

Keramik -. N Draht eingelötet

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MB 1000) oder bei geschlossenem Kühlsy (z. B. 105S, 120 L) im Ausgleichbehälte Kühlflüssigkeit eingebaut. Bild 1 zeigt grundsätzlichen Aufbau eines Meßfühlers, sen Isolierteile aus wärmebeständigem M rial bestehen müssen. Dazu eignen sich gu Teile einer Gerätesteckerbuchse, die im E tro-Fachhandel erhältlich ist oder von ei alten Bügeleisen oder Toaster ausgebaut den kann.

Die aus Keramik bestehende Kontaktträ platte wird in der Mitte vorsichtig getrenn nur eine Durchführung benötigt wird. Ein taktstift dieser Buchse wird etwa 5 mm tief gQbohrt. Ein etwa 2 mm dicker und 50 mm ger Kupfer- oder Messingdraht wird in Bohrung gesteckt und angelötet. Zum Ansc der Leitung wird aus Messingblech eine Kfz-Flachstecker passende Anschlußfahne geschnitten und angeschraubt.

Der Meßfühler wird direkt neben dem Kü verschluß montiert (Bild 2), so daß die E trode durch Verbiegen mit einer durch die V schlußöffnung geführten Zange so justiert den kann, daß sie bei kaltem Kühler ge noch in die Flüssigkeit eintaucht. Da in Kühlsystemen ein leichter Überdruck entste kann, ist es erforderlich, den Meßfühle Cenusil gegen die Kühlerwandung abzud ten.

Einfacher ist die Einbau des Meßfühle Ausgleichbehälter mit Plastewandungen die isolierte Anordnung entfällt (Bild 3 eine durchbohrte Schraube (M 5 oder M wird die Meßfühlerelektrode eingelötet und oberen Ende mit einer Anschlußfahne für Fl stecker versehen. Zum Einbau des Gebers k bei ausreichender Dicke der Behälterwand Gewindebohrung geschnitten werden, ode wird mit einer Mutter ähnlich Bild 1 verschra Zur Abdichtung dient eine Dichtscheibe Cenusil.

Bei Ausgleichbehältern aus Plaste kann Elektrode auch direkt am Verschluß angebr werden, wie Bild 4 zeigt. Auf den Druckt (Skoda 105/120) wurde ein Messingbl (10 mm breit, 1 mm dick) gelötet, das die in Mitte in einer Bohrung verlötete Elektrode (Messingdraht 2 mm dick, 70 mm lang). darunter liegende Unterdruckventil muß a frei beweglich bleiben. Die Anschlußfahne den Flachstecker wurde auf den Deckel gelötet.

Schaltverstärker mit Relais 1 Isoliert in den Kühler eingesetzter Meß-

Beim Entwurf der Schaltung wurde davon gegangen, daß beim Starten des Motors gewisse Funktionskontrolle der Anzeige d kurzzeitiges Aufleuchten zweckmäßig ist. Funktionskontrolle bezieht sich im wesentlic auf das Anzeigeelement und nicht auf die samte Schaltung.) Um eine hohe Zuverläs keit zu erreichen, wurden bei den Transisto und Dioden nur Siliziumtypen gewählt.

fühler 2 Anordnung des Meßfühlers beim Skode 100

3 Meßfühlereinbau in Behälter aus Plaste (1055, 120L) 4 Elektrode am Verschluß des Ausgleichbehälters (1055, 120 L)

18

Durch die Widerstandsstrecke des Meßfüh

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DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 4/

T 1, T 2: SC 236 bis SC 239, SS 200 bis SS 202, BC 107 oder andere npn-Transistoren mit mindestens 20V Kollektor-Emitter-Spannung. 12-V-Relais: NSF30.1 —112, NSF30.6 -212. Alle Widerstände 0,25W.

wie Bild 5, alle Widerstände 0,25W.

7 Ansteuerung einer Glühlampe (ohne Relais). Alle Bauelemente wie Bild 6, außer T3: SSV20, SF126 bis SF129 o.ä.

+12V(lemme15)

+12V (KIem

Ri4714 R2

314

R3 T2Y

Ti

470

E

Mel34703,L F 6 fühler C11 25V

Dl

Dl

DZ 03 -12V(Mae)

-7

in Verbindung mit dem Widerstand R 1 wird der Arbeitspunkt des Transistors T 1 festgelegt. Bei eingetauchtem Meßfühler istT 1 gesperrt und T2 aufgesteuert, so daß das Relais anzieht (Bild 5). Durch den Kondensator C 1 wird das Aufsteuern von T 2 verzögert, wobei die Verzögerungszeit im wesentlichen von der Größe des C 1 abhängig ist. Im Einschaltmoment erfolgt dieser Vorgang. Da die Anzeigelampe über einen Ruhekontakt des Relais am Plus liegt, leuchtet sie beim Einschalten der Zündung kurz auf, bis das Relais angezogen wird (Funktionskontrolle). Verlischt die Lampe nicht oder leuchtet sie während der Fahrt auf, fehlt Kühlwasser.

Schaltung ohne Relais Soll das Kontrollgerät beispielsweise direkt im oder am Kombinationsinstrument des Wagens angebracht werden, stören unter Umständen die Abmessungen eines Relais. Probleme kann es auch beim Einbau einer zusätzlichen Anzeigelampe geben. Hier bietet sich die Verwendung einer LED an, die wesentlich kleiner als eine Kfz-Glühlampe ist und noch eine erheblich größere Lebensdauer hat (Bild 6). Die Funktion ist prinzipiell die gleiche. Bedingt durch die erforderliche Signalumkehrung wird lediglich noch eine zusätzliche Transistorstufe (T3) benötigt. Die Anordnung der LED ist so zu wäh-

len, daß Fremdlicht, z. B. von der Instru beleuchtung, weder seitlich noch von hi dieses Bauelement fällt. Bedingt durch senwirkung der LED-Vorderseite kann s Eindruck entstehen, als würde die Diod ten, auch wenn sie nicht angesteuert is

Die gleiche Schaltung eignet sich auc direkte Ansteuerung einer Glühlampe Bedingt durch den gegenüber einer LE ren Strom ist jedoch eine andere Dime rung von R3 und T3 im Vergleich z notwendig. Die Schaltungen können p für jede Wasserstandskontrolle, beispie auch für den Vorratsbehälter der Sc waschanlage, Verwendung finden.

Verandsrung n am Handvoltm ter Ich habe das im Heft 1/1980 vorgestellte Handvoltmeter HVM 3/30V und bin der Auffassung, daß speziell für den Einsatz an einer 6-VoltAnlage (Trabant) die Ablesegenauigkeit auf der 30-V-Skale nicht ausreichend ist da hier die Anzeige auf rund 20 Prozent der Skale beschränkt wird, während 80 Prozent ungenutzt bleiben. Durch eine Schaltungsänderung ohne großen Aufwand (benötigt wird nur ein Kippschalter und ein Einstellregler 2 Kilo-Ohm) gemäß Skizze 1 läßt sich der nutzbare Meßbereich erweitern. Für eine genaue Reproduzierborkeit der einmal geeichten Werte ist der Einbau direkt in den Handgriff des HVM zu empfehlen. Mit diesem Eingriff erlischt aber die Garantiepflicht des Herstellers.

4zum Meßwer vorhondenef_ (blaue) Leitung auf-

11

1 izum Minuspol de

änderung des Meßbereiches auf 15 Vo Skale dividiert durch 2 bzw. 3-V-Skale ziert mit 5) erfolgen.

Andererseits wird das HVM 3/30V auch satz für den nicht mehr gefertigten Ze fer angeboten. Die Konstruktion erm jedoch keine Messung der Zellensp unter Last, die genauere Rückschlüsse Zustand der Batterie zulassen würd kann eine Scheinwerfer-Biluxlampe 6 Watt in entsprechender Fassung (Sock tung nach Skizze 2) den Polen des H allelgeschaltet werden, womit ein St 14A fließt, was einem Belastungswid von etwa 0,4 Ohm entspricht.

Der Endausschlag wird bei gedrücktem 3-VTaster mit Hilfe einer bekannten Spannung entweder auf 10 Volt (abgelesene Werte der 30-V-Skale sind durch 3 zu dividieren) oder auf 9 Volt (abgelesene Werte der 3-Volt-Skale sind mit 3 zu multiplizieren) geeicht. Danach kann der Einstellregler mit einem Tropfen Nitrolack in seiner Stellung fixiert werden. Jetzt lassen sich auch Arbeiten mit Hilfe des HVM ausführen, die Ablesegenauigkeiten von 1/ Volt (z. B. Reglereinstellungen) erfordern. Sinngemäß kann auch für den 12-Volt-Einsatz eine Ver-

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 4/1980

ur P

Siegfried G. Tauer, Halle-N

-

tkfl

Turbo-Flitzer .R 5" Die staatliche französische Regie Renault will den ersten französischen Personenwagen mit Turbo-Motor (siehe Farbfoto) bauen. Wie Renault mitteilt, leistet das Fahrzeug 121,5 kW (165 PS) bei 6250 U/min. Die Höchstgeschwindigkeit liegt über 200 km/h. Durch Ausnutzung der Energie der Auspuffgase wird mit dem vor der Hinterachse liegenden Turbo-Motor eine wesentlich höhere Motorleistung als gewöhnlich erzielt. Der Preis des Wagens ist allerdings ebenfalls dreimal höher als der des ‚zivilen" R5. Keine Frage, daß dieser „R5" zur Bewährung wohl ausschließlich in sportliche Wettbewerbe geschickt werden soll. Daß sich Renault davon aufschlußreiche Erkenntnisse für die Großserienfertigung sparsamer Motoren verspricht, dürfte kein Geheimnis sein. Der zivile „R 5°, den die übrigen Aufnahmen zeigen, zählt bereits heute zu den sparsamsten Wagen seiner Hubraumkiasse. Die TL-Ausführung (32 kW bzw. 44 P5) hält nach Meinung von Renault mit 4,9 1/100 km bei 90 km/h sogar die Spitze der Sparsamkeit, wenn man der Werbung für diesen Wagen Glauben schenken will ... (maximales Drehmoment bereits bei 2000 U/min) Der frontgetriebene R 5 wird mit Vierzylinder-Viertaktmotoren von 845, 1108, 1289 und 1397 cm3 Hubraum ausgerüstet (26 kW bis 68 kW bzw. 36 P5 bis 93 PS). Alle vier Räder sind einzeln aufgehängt vorn an Doppelquerlenkern, hinten an Längslenkern. Drehstäbe übernehmen jeweils in Verbindung mit Teleskopstoßdämpfern und Querstabilisatoren die Abfederung. Der Wagen ist 3,52 m lang, 1,52 m breit und hat einen Radstand von 2,42 m. Leermasse: 730 bis 850 kg, Nutzmasse: 330 bis 400 kg. Höchstgeschwindigkeit 122, 135 (TL, GTL), 140 (automatic), 150 (TS) und 173 km/h (Alpine).

20

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adh.ehibi Ein Radio (6V) für meinen Trabant 600S zu bekommen, gelang mir nicht. Schließlich kam mir ein Stern-,,Transit" in die Hände. Dieses Radio hat zwar bessere Eigenschaften als das heute im Trabant 5 de luxe, läßt sich aber sehr schwer einbauen. Auch der Transverterkasten bleibt offen, und das ist kein schöner Anblick. Ich suchte flach einer günstigen Lösung und fand sie wohl auch (siehe Foto). Durch die von mir gewählte Anbringung des Lautsprechers ist die Akustik wesentlich besser als beim Trabant 5 de luxe, weil das Motorgeräusch bei hohen Drehzahlen nicht so störend wirkt. (Die Installation des Lautsprechers —unter das Handschuhfach/Armaturenbrett halte ch jedenfalls akustisch für nachteiliger).

o. ä.). Das Ganze wird in Reihe geschaltet. Die Anschlußdröhte werden an den beiden Sicherungsklemmen Abblendlicht und Blinklicht Wischer angeklemmt.

Unstabiler Leerlauf Mit meinem Trabant hatte ich nach kurzer Zeit Leerlauf-Schwierigkeiten. Selbst bei relativ warmem Wetter ging der Motor fast an jeder Kreuzung aus. Auch ein Werkstattbesuch brachte keine Abhilfe - außer einem sehr reichlich eingestellten Leerlauf. Man hatte immer den Eindruck, der Motor erhält zu mageres Gemisch. Er sprang zwar immer wieder an, hatte aber erst noch einigen Kilometern eine uu5reichende

Leistung. Der Vergaser wurde gereinigt, die Zündung überprüft. Die Schwierigkeiten blieben. Nun wurden die Zylinderkopfdichtungen untersucht. Es stellte sich heraus, daß die Dichtung vom Zylinder 2 geringfügig undicht war. Offenbar genügte aber die Erwärmung nach einigen Kilometern, um den Zylinder wieder abzudichten. Nachdem die Zylinderkopfdichtung gewechselt war, traten keine Schwierigkeiten mehr auf. Der Benzinverbrauch sank merklich. Dieter Heimhold, Leipzig

Summer erinnert

Gehalten wird der Lautsprecher von einem entsprechend abgewinkelten Aluminiumblech (0,8 .is 1 mm), verkleidet von einem Plastgrill (,‚Proinent Duo", 1,34 Mark) und etwas schwarzem Kunstleder. Guido Sänger, Erfurt

Knöpfe besser im Griff Durch den Einbau der Nadelfilzabloge in ältere Trabant-Typen sind die Bedienungsknöpfe für das Heiz-/Kaltluftsystem kaum zu bedienen. (Offnung in der Nadelfilzablage befindet sich zu weit vor den Knöpfen). Durch Anfertigen zweier Teile (siehe Skizze) je Verstellmöglichkeit (also 2, bei nachträglichem Einbau der Mischluftkammer 3), Verschrauben und Einfügen zwischen Plastknopf und Bowdenzug-/ Gestänge wird die notwendige Verlängerung erreicht. Zunächst ist der schwarze Plastknopf auf Teil 2 zu schrauben (langes Gewindeende), dann Teil 2 in Teil 1 bis zur Mitte hineinzudrehen und zuletzt das gesamte Teil auf das Bowdenzug-/Gestängegewinde aufzuschrauben. Nach dieser Änderung wird eine Bedienung der Knöpfe mit umgelegten Sicherheitsgurten möglich. Ihre Stellung ist vom Fahrersitz erkennbar.

Vor einiger Zeit wurde schon einmal von einem Pkw-Besitzer vorgeschlagen, einen Summer zu installieren, der ans eingeschaltete Licht erinnert. Man sieht ja nicht selten - vor allem an nebligen Tagen - bei parkenden Autos, daß die Scheinwerfer noch eingeschaltet sind. Die Batterie wird dabei strapaziert, es gibt Startschwierigkeiten. Auch ich habe mir in meinen Trabant einen Summer eingebaut. Er ist in Spielwaren- und Bastlergeschöften für 1,80 M erhältlich. Dazu benötigt man noch eine Siliziumdiode (SY 200

Teil 1

Wird die Zündung ausgeschaltet und das Abblendlicht brennt noch, erinnert der Summer den aussteigenden Fahrer ans Ausschalten.

Roland Berg, Gotha Sicherungen

0000000 Abbiendlicht

Blinklicht Wischer

In dieser Schaltung warnt der Summer nur wenn bei ausgeschalteter Zündung das A b b 1 e n d 1 c h t eingeschaltet blieb. Vergessenes Fernlicht wird n i c h t signalisiert. Schließ man die vom Summer kommende Leitung nich an Sicherung 3, sondern an Klemme 56 beim Lichtschalter an, so warnt der Summer bei eingeschaltetem Abblend- u n d Fernlicht.

Die Redaktion

Fehler gefunden

Als ich mit meinem Trabant auf Kopfsteinpflaster kam, setzte ein Zylinder immer einma kurz aus. Die Fehlersuche ergab, daß die Brücke vom Unterbrecher zum Kondensato direkt am Kondensatoranschluß gebrochen war. Mit einem Stück Draht wurde die Bruch stelle überbrückt. Ein anderer Fehler beschäftigte mich länger Eines Tages machte der Motor Schwierigkeiten beim Starten im warmen Zustand. Als ich alle einschlägigen Tips ausprobiert hatte, machte ich einen letzten Versuch und tauschte die Kondensatoren gegen neue aus. Danach brauchte ich den Zündschlüssel „nur onzutippen". Der Motor startete wieder bei jeder Temperatur. Offensichtlich können Kondensa toren altern. H. .Schwirske, Herzsprung

K. Mundt, Magdeburg

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wertvolle Rohstoffe Im Dezember 1979 wurde im Gesetzblatt der DDR die Anordnung Nr.2 vom 12. 11.79 zur Sicherung der Rückführung von nicht mehr bestimmungsgemäß gebrauchsfähigen Bleiakkumulatoren (GBI. 1 Nr. 42 S. 398) veröffentlicht. Aus diesem Anlaß sind einige Bemerkungen und Informationen angebracht. Die Starterbatterien aller Kraftfahrzeuge enthalten große Mengen Blei und Anteile von Antimon. Diese Metalle sind für uns nur durch Importe beschaffbar; eigene natürliche Vorkommen hat unsere Republik nicht. Angesichts der Rohstoffverknappung und Rohstoffverteuerung auf den internationalen Märkten ist die restlose und schnelle Rückführung und Wiederverwendung des in den Batterien enthaltenen Bleis und Antimons ein Gebot volkswirtschaftlicher Vernunft und Effektivität. Auf diese wichtige Aufgabe ist sowohl auf der 11. Tagung des ZK der SED als auch bei der Begründung des Gesetzes über den Volkswirtschaftsplan 1980 nachdrücklich hingewiesen worden. Schon seit dem Jahre 1971 bestehen Rechtsvorschriften, die den Bezug neuer Bleiakkumulatoren von der Ablieferung der alten ausgedienten Batterien abhängig machen. Nach der geltenden Anordnung vom 30. 7. 76 zur Sicherung der Rückführung von nicht mehr bestimmungsgemäß gebrauchsfähigen Bleiakkumulatoren (GBI. 1 Nr. 33, S. 417) ist jeder Eigentümer eines Bleiakkumulators verpflichtet, diesen unverzüglich nach Außerdienststellung mit Säurefüllung bei einer Annahmestelle abzuliefern. Die Säurefüllung soll in den Akkumulatoren bleiben, um Umweltgefährdungen, die durch unkontrolliertes Vergießen der Säure entstehen, zu vermeiden. Die Erfüllung dieser Ablieferungspflicht ist grundsätzlich Voraussetzung für den Kauf einer neuen Starterbatterie. Alle Außen- und Verladestellen des VEB Kombinat Metallaufbereitung, alle Kraftfahrzeugwerkstätten und alle Komplexannahmestellen der VEB Altstoffhondel, die Schrott aufkaufen, sind beauftragt, ausgediente Batterien anzunehmen. Auch Einzelhandelsverkaufsstellen, die neue Bleiakkumulatoren verkaufen, sind zur Annahme von Alt-Bleiakkumulatoren aus der Bevölkerung verpflichtet. Den Verkauf neuer, und zwar bereits einsatzfähig geladener Starterbatterien haben in den letzten Jahren in zunehmendem Maße die Batterie-Service-Werkstätten und Ladestationen übernommen. Wendet sich der Batteriebesitzer nach entsprechender Voranmeldung an diese Stellen, so hat er die Möglichkeit, in einem Zuge ohne zusätzliche Laufereien die Ablieferung der alten und den Erwerb einer neuen funktionsfähig geladenen Batterie abzuwickeln. Für die alte Batterie wird eine Vergütung von 1,30 M je Kilogramm bezahlt. Dabei ist von der Bruttomasse auszugehen, die enthaltene Säurefüllung wird mitbezahlt. Die Ermittlung der vergütungspflichtigen Masse erfolgt im allgemeinen durch Verwiegung. Fehlt die SäureFüllung, kann nur die Bezahlung der tatsächlich

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abgelieferten Masse verlangt werden. Da die Säurefüllung im allgemeinen etwa 20 Prozent der Bruttomasse ausmacht, wird die Vergütung für einen alten Akku ohne Säurefüllung auch entsprechend niedriger ausfallen. Viele Annahmestellen, insbesondere die Werkstätten, verfügen nicht über Verwiegungsmäglichkeiten. Deshalb wurde ein Hilfsmittel in Form der Tabelle geschaffen, die als Anlage zur Anordnung veröffentlicht ist. Diese Tabelle ist mit der Anordnung Nr. 2 neu gefaßt worden, weil die Massen der Batterien durch Verringerung des Bleigehaltes und durch geänderte Gehäuseausführungen nicht mehr den bisherigen Tabellenwerten entsprachen. Auch bei Anwendung der Tabelle gilt aber, daß bei eindeutig geringeren Mrissen. i. B. bei fehlender Säurefüllung, entsprechende Abzüge zu machen sind. Hierauf ist von den Annahmestellen besonders zu achten, um Massedifferenzen zu vermeiden. Unsere Aufstellung enthält Auszüge aus der neugefaßten Tabelle und zusätzlich eine Spalte „Aufkaufpreis mit voller Säurefüllung". Diese

0

'

E

6 V 4,5 Ah 6V 12 Ah (1') 6V 12 Ah (H) 6 V 56 Ah 6V 70 Ah 6V 84 Ah 12V 35 Ah 12V42Ah(P) 12V 42 Ah (H) 12V45Ah(P) 12V 45 Ah (H) 12V 55 Ah 12V 60 Ah 12 V 70 Ah

1,2 kg 1,8 kg 2,2 kg 11,0 kg 13,0 kg 15,0 kg 15,0 kg 13,9 kg 16,0 kg 11,5 kg 17,0 kg 20,0 kg 22,3 kg 25,0 kg

20,-M 20,-M 20,-M 24,-M 24,-M 24,- M 30,-M 30,-M 30,-M 30,-M 30,-M 40.-M 40,-M 60,-M

c

1,56M 2,34 M 2,86m 14,30 M 16,90 M 19,50 M 19,50M 18,07M 20,80M 14,95M 22,10M 26,- M 28,99M 32,50M

P = Plastgehäuse, H = Hartgummlgehöuse Spalte ist in der im Gesetzblatt veröffentlichten Fassung nicht enthalten und kann nur als Hilfsmittel zur schnellen Ermittlung des Aufkaufpreises verwendet werden. Bei den Außenund Verladestellen des VEB Kombinat Metallaufbereitung wird generell gewogen, sowohl bei Einzelablieferungen durch Batteriebesitzer als auch bei der Lieferung der von anderen Annahmestellen aufgekauften Alt-Bleiakkumulatoren. Wenn die Ablieferung des alten Bleiakkumulators nicht in einem Zug mit dem Neukauf einer Starterbatterie erfolgt, erhält der AbI ieferer neben der Vergütung eine Empfangsbescheinigung (Bleischein), in der Typ und Masse des

abgelieferten Akkus von der Annahmestell bestätigen sind. Jeder Ablieferer sollte auf nungsgemäße Ausstellung, Unterschriftsleis und Abstempelung dieser Empfangsbesch gung durch die Annahmestelle achten. Gültigkeitsdauer der Empfangsbescheinigun wurde durch die Anordnung Nr.2 auf Jahre nach dem Ausstellungstag befristet.

Die Empfangsbescheinigung berechtigt Kauf eines neuen Bleiakkumulators des g chen Typs. Es ist jedoch auch möglich, Sta batterien anderer Typen, als abgeliefert w den, zu erwerben. Wenn zum Beispiel z Batterien 6V 56 Ah abgeliefert wurden, k eine Batterie 12V 54 Ah gekauft werden, da die gleiche Masse wie die beiden abgelie ten hat. Aber auch der sogenannte betrie technische Austausch ist vorgesehen. Wenn Beispiel ein Trabantbesitzer seine ausgedi Starterbatterie 6V 56 Ah durch die größ 6V 84 Ah ersetzen will, so ist das zulässig, o daß die Verkaufsstelle von ihm die Liefer von Bleischrott für die Differenzmasse o etwa die Zahlung eines anteiligen Rückla betrages fordern darf. Ähnliche Fälle lie beim Ersatz von Skoda-Batterien 12V 3 durch Batterien 12V 42Ah vor.

Die Voraussetzungen für eine derartige Verf rensweise sind gegeben, wenn die Betreib des Kraftfahrzeuges mit dem gewünschten deren Batterietyp bei annähernd gleicher stung und Abmessung betriebstechnisch s voll ohne Veränderung des Fahrzeuges mö bzw. aus Gründen der Ersatzteilbereitstel notwendig ist. Wenn diese Voraussetzun vorliegen, so kann der Käufer die gewüns (meist stärkere) Batterie von der Verkaufss verlangen. Die Verkäufer haben solche F gegenüber dem Produktionsmittelhandel n Typen, Stückzahlen und Differenzmengen b Bezug neuer Bleiakkumulatoren nachzuwe

Um auch Bürgern, die aus irgendeinem G nicht sofort ihren alten Bleiakkumulator liefern können, den Neubezug zu ermöglic wurde die Zahlung eines Rücklagebetra (Pfand) gegen Quittung vorgesehen, des Höhe sich aus der Anlage zur Anordn (Tabelle) ergibt. Der Rücklagebetrag wird rückgezahlt, wenn der Käufer seine Altbat bei der Verkaufsstelle, die den Rücklagebe entgegengenommen hat oder bei einer Au oder Verladestelle des VEB Kombinat Me aufbereitung abliefert und dabei die Quit für den Rücklagebetrag übergibt. Nach Monaten erlischt der Anspruch des Käufers Erstattung des Rücklagebetrages.

Zur Zahlung von Rücklagebetrögen sind a alle Betriebe, Werkstätten, Verkaufsstellen verpflichtet, wenn sie gegenüber dem Pro tionsmittelhandel bzw. Importbetrieb nicht Nachweis der Ablieferung einer dem Neube entsprechenden Menge von Alt-Bleiakkum toren führen können.

Dipl. jur. Hans-Joachim Siewer VEB Kombinat Metallaufberei

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 4/

LE Neue Kennzeichnung von Kraftfahrzeuglampen Die in der DDR hergestellten KraftfahrzeugScheinwerferlampen und Glühlampen für Kraftfahrzeugleuchten müssen der von der UNO (ECE) herausgegebenen, von der DDR anerkannten Regelung Nr. 37 (Gesetzblatt der DDR, Sonderdruck 886/4 vom 30. 11. 79) entsprechen. Die Tabelle gibt die Einteilung der Kraftfahrzeuglampen in die jeweilige Kategorie an. Für sämtliche dieser Lampen muß, falls sie nicht nur innerhalb der DDR verwendet werden, ein nach der Regelung Nr. 37 vorgeschriebenes Genehmigungszeichen erteilt und am Erzeugnis angebracht sein, und zwar das eingekreiste E mit der Kenn-Nr. des Landes, in dem sich die genehmigende Behörde befindet, 37 R und eine drei- bis fünfstellige Registriernummer. Darüber hinaus müssen am Erzeugnis die Kategorie (gemäß Tabelle), der Warenname (NARVA) und die Nennspannung (V) angebracht sein (siehe Beispiel).

Kate- Nenn- Nenngorie span- leiLampenbezeichnung nung stung (V) (W)

R2

6 45/40 Glühlampen m. zwei Leucht12 45/40 körpern für asymmetrisches 24 55/50 Abblendlicht 12 55

H1

H3

Kraftfahrzeug24 70 Halogenlampen

6 55 55 Kraftfahrzeug12 24 70 Halogenlampen 12 60/55

H4

Kraftfahrzeug24 75/70 Halogenlampen

6 P25-1 12 24

21 Glühlampen für Kfz-Leuch21 ten mit einem Leuchtkörper 21 (Sockel BA 15 s)

6 21/5 Glühlampen für Kfz-LeuchP 25-2 12 21/5 ten mit zwei Leuchtkörpern 24 21/5 (Sockel BAVl5d) 6 R 19/5 12 24

5 Glühlampen für Kfz-Leuch5 ten mit einem Leuchtkörper 5 (Sockel BA 15 s)

c 11

6 12

c 15

12

5 5 Glühlampen für Kfz-Leuchten mit einem Leuchtkörper 21 (Sockel SV 8,5, Sofitte)

T8/4

6 12

24

4 Glühlampen für Kfz-Leuch4 ten mit einem Leuchtkörper 4 (Sockel BA 9 s)

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 4/1980

Herstellungsdatum Gütezeichen Genehmigungszeichen Kategorie Nennsponnung Warenname

Beispiel der Kennzeichnung einer Glühlampe mit zwei Leuchtkörpern für asymmetrisches Abblendlicht, 12V 45/40W Es ist ausdrücklich erlaubt, die Kennzeichnung der Lampe auch ohne Nennleistung (W) vorzunehmen. Mit den beiden Angaben NennSpannung und Kategorie ist der Lampentyp eindeutig definierbar. Von dieser Möglichkeit wird der Lampenhersteller, Kombinat VEB NARVA „Rosa Luxemburg", Gebrauch machen, weshalb künftig in zunehmendem Maße Kraftfahrzeuglampen produziert werden, bei denen am Erzeugnis die Nennleistung nicht mehr angebracht ist. In jedem Fall ist sie auf der Lampenverpackung ersichtlich. Außer den in der Tabelle aufgeführten Kfz-Lampen werden nach wie vor zahlreiche andere typen gefertigt (z. B. 6V/15W oder 6V/35/35W), die wie bisher mit der Leistungsangabe gekennzeichnet sind.

Glühlampenwerk Plauen im Kombinat VEB NARVA „Rosa Luxemburg"

Hit Pascal leben Seit 1. 1. 1980 haben wir nicht nur die Gurtpflicht, auch die St-Maßeinheiten sind als gesetzliche Grundlage eingeführt. An Watt, Newton, Joule und Pascal werden wir uns mehr oder weniger schnell gewöhnen (müssen). Während bei den drei erstgenannten Einheiten eine Umrechnung problemlos möglich sein sollte, hat es der Druck schon immer in sich gehabt, nicht nur wegen der Verwendung des Begriffs auch im nichttechnischen Bereich. Nachdem wir mühsam von atü und ata Abschied genommen haben ist nun at (kp/cm2) auch nur noch in Klammern zu verwenden. Torr, Bar, mm WS oder m WS wollen wir uns - obwohl erlaubt - gar nicht erst angewöhnen. Pascal ist normgerecht! Wegen seiner geringen Größe (1 Newton/m2) verwendet man, wieder normgerecht, die entsprechenden Vorsätze und gibt die Maße in MPa oder kPa an. Um die Verwirrung vollständig zu machen, bleibt es dem einzelnen überlassen, in welcher Größenordnung er Druckwerte angibt. Ob hier der Wunsch, den Leser beim Vergleich zum Rechnen anzuregen, also pädagogische Erwägungen Pate gestanden haben? In dem Beitrag „Gebraucht gekauft" im Heft 2/80, Seite 14, gibt der Autor den Kompressionsdruck mit 0,11 MPa (etwa 11 kp/cm2) an. Nun ist aber leicht nachzurechnen, daß 1 kp/cm2 etwa 0,1 MPa bzw. 100 kPa entspricht. Welchen Druck hat der Autor gemeint? 0,11 MPa etwa 1,1 kpJcm2 oder 11 kp/cm2 etwa 1,1 MPa? Rechnen Sie damit, daß jeder Leser so viel technisches Verständnis hat, daß er weiß, nur das Letztere kann gemeint sein, oder nehmen Sie an, daß Zahlen ohnehin überlesen und kaum überprüft werden? Auf jeden Fall wünsche ich mir, daß sich „Der Deutsche Straßenverkehr" als eine Zeitschrift, die Allgemeinverständlichkeit und Wissen-

schaftlichkeit gut verbindet, dafür einse einheitliche Maßangaben verwendet Auf Seite 13 den Druck in kPa, auf Se MPa anzugeben, ist für die Einführu SI-Systems ein schlechter Start.

W. Schulz Das stimmt. Wir werden uns bessern.

Die Re

Lada 1200

Schock-Kontrolle

Des öfteren ertappte ich mich, daß ic viele Kilometer gefohren wor, öhne den zug völlig hineingeschoben zu haben. nicht, Kraftstoff einzusparen. Ich baute nen Lada 1200 eine Kontrolle ein, die a das geringste Ziehen des Schockzuges Folgende Materialien werden dazu b 1 Masseschalter (dieser wird im Lada bei der Handbremse als Kontakt verw 1 Blinkgeber (im Lada dient ein solche Handbremskontrolle), 1 Schockzug vo 2103, der bereits die Nase besitzt, Masseschalter bedient, 1 Armaturenbre mit einer 2-W-Glühlampe, 6 Flachsteck 1 m Kfz-Leitung und Isoliermaterial.

Der Draht des Schockzuges wird am V gelöst. Der Schock wird so weit gezog der Originalgriff ausgehakt werden ka Bowdenzug bleibt montiert. 20 mm o der Bowdenzugführung wird eine B (0 8 mm) für den Masseschalter ang der mit Schneidgewinde versehen

KontrQl

Sicherungen

10

L +Blink

Masses

--

---------

Armaturenleuchte brachte ich in de konsole unter. Der Blinkgeber hängt n Leuchte nur an der Leitung. Die Sp wird an Sicherung 2 abgenommen Schaltung). Der Blinkgeber ist nicht un notwendig. Die Lampe kann auch dire schlossen werden, wie in der Schalt strichelt dargestellt. Bei gezogenem Sch sie dann Dauerlicht. Es ist unbedingt e lich, die Steckverbindungen am Masse gut zu isolieren, um Berührungen ausz ßen. Der Draht des Bowdenzuges vo 2103 kann um etwa 100 mm gekürzt Der Draht wird dann vom Wageninne geführt, der neue Griff mit der Nase na eingehakt und eingeschoben. Zum Sc der Draht am Vergaser zu befestigen.

Klaus Scheffel, P

AKA-Information

Besserer

Bremslichtschalter Die Qualitätsparameter für hydraulische Bremslichtschalter werden durch die T0L23 410 bestimmt und mit einer Lebensdauer von 100 000 Schaltspielen erfüllt. Bedingt durch das ständige Ansteigen der Verkehrsdichte wuchs die Zahl der Bremsvorgänge ebenfalls. Diese Tatsache veranlaßte uns, Maßnahmen zur qualitativen Verbesserung des Erzeugnisses durchzuführen und damit eine Lebensdauer von 150000 Schaltspielen oder einer Fahrstrecke von etwa 150 000 km zu gewährleisten. Diese Gebrauchswertsteigerung wird nicht zuletzt auch bedarfsregulierend wirken. Fahrzeughalter und Werkstätten können die Lebensdauer positiv beeinflussen, wenn beim Austausch die hydraulischen Bremslichtschalter mit Flachsteckanschluß polgleich angeschlossen werden, das heißt Pluspol an Plusfahne des Schalters, welche durch ein eingeprägtes ',+" und eine Tastkerbe im Plasteeinsatz gekennzeichnet ist.

Wartburg 353 W

Schiebedach mit Duscheffekt An einem Wartburg, Baujahr 1975, war eines Tages nach seinem Abstellen am• schrägen Straßenrand bei Dauerregen der Beifahrersitz völlig mit Wasser getränkt. Eine Inspektion der Dichtung und Abläufe des Schiebedachs ließ -als offenskhtlkhe Ursache einen Kirschkern vordem tiefsten Auslaß erkennen. Dabei wurde bemerkt, daß serienmäßig nur noch v o r n zwei Ausläufe existieren. Früher waren an o II e n v i er Ecken Ausläufe vorhanden eine Sicherheit gegen Verstopfung.

Zweiter Rückfahrscheinwerfer ...

Im Gegensatz zum Moskwitsch 408/412 ha Typ 2140 bedauerlicherweise nur noch e i n Rückfahrscheinwerfer unter der linken H leuchtenkombination. Bei Dunkelheit ist d nicht allzu viel zu sehen. Ich ersetzte des das Emblem „1500" durch eine zweite R fahrleuchte gleicher Bauart. Die Kofferra rückwand braucht nicht bearbeitet zu wer Sie ist für die Aufnahme einer zweiten R fahrleuchte schon vorgesehen.

Lada-Typen

Schutz des Kühlers

W. Bobrow, Miass (UdSSR) (aus 0so ruljom', 10/79) 1 Anlaßkurbel, 2 vorderes Mittelteil, 3 Kühler, 4 Gummibuchse, 5 Anlaßklaue auf der Kurbelwelle

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R.Pietag, Lei

Moskwitsch 2140

(Nach Informationen des VEB Fahrzeugelektrik Pirna)

Bi Pkw des Typs Lada muß die Anlaßkurbel nicht oft verwendet werden. Aber wenn der Einsatz der Kurbel einmal erforderlich ist, kann sie durch ungeschickte Bewegungen von der Anlaßklaue abrutschen und den Kühler beschädigen. Um dieses Mißgeschick zu vermeiden, kann man - wie auf der Zeichnung gezeigt in die Offnung des Kühlers eine Gummibuchse einpassen. Wenn es schwierig ist, eine passende Buchse zu finden, empfiehlt es sich, zumindest auf die Innenfläche einen Gummiring einzukleben. Auch er schützt den Kühler vor den Unebenheiten der Anlaßkurbelklaue.

einer ordnungsgemäßen Hohlraumkonse rung in den Karosserieecken ein- und z klebt! Durch Einsetzen eines kurzen Alurohres (0 in Schlauch und Auslaßöffnung wurde Ab geschaffen. Von außen kann man das Rohr tels einer Rundzange etwas aufweiten gegen Herausrutschen sichern. Fazit: Es empfiehlt sich, bei Neuanschaf eines Wagens gleichen Typs nicht auf alte fahrungen zu vertrauen! Ein Abstellen Wagens am Berg ist heute jedenfalls we der hinten fehlenden Auslässe nur im Bu mit Petrus möglich. (Nebenbei: Es ist nicht zusehen, daß der weiße Himmel durch die mittelbar aufliegenden schwarzen Gum schläuche braune Streifen bekommen muß. Zwischenlage wäre bei der Montage im W mit minimalem Aufwand möglich, später gegen nur unter Schwierigkeiten.)

und Oldruckkontrolle

1 Montageöffnung, 2 vorderer Türholm, 3 Schweller, 4 Alurohr, 5 Außenhaut. 6 Gummischlauch, 7 Abfluß vom Schiebedach -

Ober ein Zusammenbrechen des Ölkreisla im Motor des Moskwitsch 412/2140 wird nur dann optisch informiert, wenn das Anze gerät in diesem Moment zufällig beobac wird. So kann der Defekt auch einige Zeit bemerkt bleiben und der Motor dadurch -sten -Schadennehmen. Bei einer Kontrollm

Ein neuer Regenguß mit weiterer Oberschwemmung zwang zu gründlicherer Untersuchung: Mit Fädeldraht konnte zunächst die gesamte Schlauchlänge von oben als frei befunden werden, am Ende zeigte sich aber ein Widerstand. Von unten waren die Austritte zwar frei, der Draht gelangte jedoch nicht in die Schläuche, sondern in die vorderen Holme. Eigenartigerweise ließen sich die Schläuche nicht aus den Holmen ziehen. (Bei der alten Ausführung waren Stutzen direkt mit den Auslässen verbunden und darauf die Schläuche geschoben.) Nach Entfernung der Pappverkleidung wurde über eine Montageöffnung der Auslauf von innen zugänglich. Und nun war die Sache klar: Die Schläuche waren zu lang und vom Elaslon

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lichkeit mit Signalcharakter kann das nicht passieren. Man benötigt dazu einen Oldruckschalter vom Typ SKO/K 7 und eine Kontrollampe. Die Lampe ließe sich beispielsweise in die 0ffnung links neben dem Gebläseschalter einsetzen, die für die Kontrollampe der Heckscheibenentfrostung vorgesehen ist. Da sie aber an dieser Stelle vom linken Arm des Fahrers verdeckt werden kann, ist sie vielleicht besser an einem anderen Platz unterzubringen.

eschwei Bt

Den Oldruckschalter schraubt man anstelle der Ablaßschraube in das Olfiltergehäuse ein. Bei stark sinkendem Oldruck oder Verlust ds Ols, wie das auch bei defekter Dichtung und losem Filtergehäuse der Fall sein kann, signalisiert die Kontrollampe den Schaden sofort. J. Altmann, Teterow

Lada

Schmierung gesichert Der Verfasser des Hinweises in Heft 12/79 (,Verteilerwelle ohne Schmierung") irrt. Die Schmierung mittels des eingepreßten Olers ist vom Werk vollkommen richtig gelöst worden. Eine nachträgliche ausgeführte Bohrung in der eingeprel3ten Buchse dürfte so gut wie nutzlos sein. Die Buchse besteht nämlich aus Sintermetall, das bekanntlich die Eigenschaft hat, porös zu sein. Da das 01 über die im 01er eingeführte Filzlage diesem Sintermetall allmählich zugeführt wird, ist eine gleichmäßige Schmierung der Zündverteilerwelle gewährleistet. G. Hausmann, Naumburg (Saale)

'lski-Fiat

Unregelmäßiger Leerlauf Von Anfang an gab es Schwierigkeiten bei der Einstellung eines gleichmäßigen Motorleerlaufes. Selbst die für die Garantiedurchsicht verantwortliche Werkstatt konnte den Mangel nicht beseitigen. Die Leerlaufeinstellung ist aber bekanntlich nicht nur für einen einwandfreien Standlauf des Motors wichtig, sondern auch wegen ihres Einflusses auf den Benzin-Gesamtverbrauch sowie den gleichmäßigen Drehzahlübergang beim Schaltvorgang. Liegt die Leerlaufdrehzahl zu hoch und ist der Leerlauf zu jetC eingestellt, so kann sich ein Kraftstoffmehrverbrauch von 1 Liter pro 100km Fahrstrecke ergeben. Außerdem sinkt die Motorbremswirkung, und der giftige Anteil in den Abgasen steigt. Nicht selten führt eine zu hoch eingestellte Leerlaufdrehzahl zu Schaltschwierigkeiten beim Einlegen des nicht synchronisierten Rückwärtsganges. All diese Gründe veranlaßten mich, nach dem Fehler zu suchen. Nachdem ich die Zündanlage,

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iteriol: ichstohl 20x4 bzw. 25*5

die Ventileinstellung und die Abgasanlage kontrolliert hatte, bemerkte ich bei der Montage des Vergasers, der ansonsten keine Mängel zeigte, daß die Gewindestehbolzen am Kopf des Vergasergehäuses unterschiedliche Gewindelängen aufwiesen. Alle vier Gewindebolzen saßen fest im Vergasergehäuse und waren nicht etwa locker oder ungleichmäßer tief eingeschraubt. Beim Anziehen der vier Sicherungsmuttern, die den Luftfilter auf dem Vergaserdeckel halten, war auch nicht zu bemerken, daß der Vergaser an dieser Stelle Falschluft zog.

Kanister bekommt damit einen festen P Kofferraum. Der Haltewinkel kann oh sätzliche Bohrungen an den bereits vor nen Befestigungsschrauben der Pumpe Scheibenwaschanlage und der linken B gungsschraube des Vorratsbehälters Scheibenwaschanlage befestigt werden keine Klappergeräusche entstehen, wu Haltewinkel auf der Innenseite mit Schaumgummistreifen versehen. L. Stietzel, E

Nachdem ich das Gewinde (M 5) auf den Bolzen um etwa 5 mm tiefer auf ein gleiches Maß (gerechnet ab Oberkante Vergasergehäuse) nachgeschnitten hatte, war der Fehler behoben. Seit dieser Zeit gab es keinerlei Schwierigkeiten mehr mit der Einstellung eines gleichmäßigen Motorleerlaufes.

Dacia 1300

Roland Slewisch, Wurzen

koda 5105/120

Vergaservereisen

passe

Um bei niedrigen Temperaturen eine Ve des Vergasers zu verhindern, bringen fahrer vor dem Vergaser eines Asbestpl Das verhindert zwar, daß der Vergas kalten Fahrtwind ausgesetzt ist, der saugt aber weiterhin kalte Luft an. Ein gaservereisung ist nicht ausgeschloss

Platz lur Kanister Um den Kofferraum der neuen Skodotypen bei gleichzeitiger Mitnahme eines Reservekanisters voll ausnutzen zu können, habe ich einen Haltewinkel (siehe Skizze) angefertigt. Der

Schlitz

Luftf'iltergehäus Kopexschlouch

habe mir anders geholfen. Am Luftfilterg schnitt ich die Wulst an der Lufteintritts einer Blechschere ab. Man kann sie au einem Rohr geradeklopfen. Danach w Stück Trabant-Kopexschlauch (dicke A rung) auf den verbleibenden Stummel a filtergehäuse geschoben und mit Schlauchbond befestigt. (Wenn nöt Kopexschlauch etwas schlitzen, damit besser mit dem Schlauchband zusamme läßt, siehe Skizze.) Danach wird das Kopexrohr so geboge es die Luft vom Auspuffkrümmer ansau gegen der Fahrtrichtung). Mit Drah Blechschellen ist es so zu befestigen, sicher sitzt und nicht in den Lüfterflüge W. Vallenthin

Mauergeschichte Mühihausen war stets eine reiche Stadt. Heute ist die Kreisstadt im Bezirk Erfurt vor allem reich an alten Bauten, die größtenteils unter Denkmalschutz stehen. Diese steinernen Zeugen der Vergangenheit locken viele in- und ausländische Touristen an, bescheren aber auch den Verantwortlichen unter anderem einige Verkehrsprobleme. Deshalb empfiehlt sich eine Stadtbesichtigung zu Fuß - man kommt schneller voran und spart viel Nerven. Zu den zahlreichen Sehenswürdigkeiten Mühlhausens gehört die Stadtbefestigung. Von den

von den ehemals 38 Wehrtürmen nur noch sieben. In den restaurierten Türmen erfährt man einiges über die Stadtgeschichte. Dabei gibt es unter anderem auch ein hergerichtetes Biedermeierzimmer zu bestaunen. Vom Rabenturm schaut man über de Dächer der thüringischen Stadt und (bei guter Sicht) weit ins Land.

Herbert Schadewald

Benzinpreise

In den sozialistischen Ländern gelte

z. Z. folgende Benzinpreise pro Liter VR Polen: 16,00 Zioty 78 Oktan 94 Oktan 18,00 Zioty Diesel 90 Oktan

96 Oktan Diesel

1 Alte, ehrwürdige Häuser Mühlhausens, von denen viele unter Denkmalschutz stehen. Im Hintergrund das Innere Frauentor. 2 Auf der Mühlhausener Stadtmauer. 3 Die Häuser sind bis dicht an die alte Stadtmauer herangebaut. 2 ehemals zwei Stadtmauern, die zwischej dem 12. und 14. Jahrhundert aus Travertin e?trnut wurden, ist heute nur noch ein Teil der inneren erhalten. Und darauf darf man sogar entlanglaufen. Diese innere Mauer ist rund sechs Meter hoch und nicht ganz zwei Meter breit, Beim Frauentor befindet sich der Eingang zu dem etwa 50 m langen Wehrgang. Er ist vom 1. Mai bis 30. Oktober jedes Jahres für 1,— Mark passierbar (Offnungszeiten: mittwochs und sonnabends von 14.00 bis 17.00 Uhr, sonntags von 9.00 bis 12.00 und 14.00 bis 16.30 Uhr; im Juli und August täglich außer freitags von 9.00 bis 12.00 und 14.00 bis 17.00 Uhr). Mit seinem Wehrsystem galt Mühlhausen jahrhundertelang als uneinnehmbar. Doch im 18. Jahrhundert war die Militärtechnik soweit entwickelt, daß die Befestigung nutzlos wurde. Durch das völlige Abtragen der äußeren und die Höhenreduzierung der inneren Mauer gewann man Steine für den notwendigen Straßenbau. Doch die Verkehrsbedürfnisse stiegen, und so mußten im 19. Jahrhundert auch noch einige Türme „dran glauben". Heute stehen

26

3

14,00 Ztoty

CSSR: 6,50 Ks 7,50 Ks 4,10 Ks

Ungarische VR: 86 Oktan 92 Oktan 98 Oktan Diesel

10,00 Formt 11,50 Formt 13,00 Formt 7,00 Formt

SR Rumänien: 7,80 Lei 90 Oktan 98 Oktan Diesel

8.40 Lei 6,60 Lei

VR Bulgarien: 83 Oktan 93 Oktan 96 Oktan Diesel

0,70 Lewa 0,80 Lewa 1,00 Lewa 0,40 Lewa

UdSSR: 72 Oktan 76 Oktan 93 Oktan 95 Oktan 98 Oktan

0,14 Rubel 0,15 Rubel 0,20 Rubel 0,20 Rubel 0,20 Rubel

Sonderregelung für Rumänien

DDR-Motortouristen können in der S Rumänien gegen Lei Kraftstofftalon kaufen. Dabei muß nachgewiesen we den, daß die Lei rechtmäßig erworbe sind. Dieser Nachweis ist die Umtausc bescheinigung von DDR-Banken für de üblichen Tagessatz. Gesondertes Benzi geld gibt es nicht. Darüber hinaus kön nen pro Person in der SR Rumänien ei malig 100 Mark gegen 259 Lei eing tauscht werden. Auch für dieses Ge bekommt man Benzintalons an de Grenze sowie im Lande bei Banken od Die Redaktio Reisebüros.

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 4

Was zeigen diese Fotos?

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BALKAN

Foto 1: A) Plovdiv B) Koprivgtica CJ Nessebar

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Foto 2: A) Sumen Moschee B) Schloß Balik c) Alaja Kloster

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Bilderrätsel mit Balkantourist

Foto 3: A) Plovdiv B) Koprivgtica C) Nessebar

Die richtigen Antworten schicken Sie bitte einer Postkarte und adressieren sie bis 15. Mai 1980 (Datum des Poststempels) an

Bakantourist 1080 Berlin Unter den Linden 40 Kennwort: Bilderrätsel

Jährlich steigt die Zahl der Motortouristen, die aus unserer Republik in die VR Bulgarien reisen. Und wer nicht nur dorthin fährt, um im Schwarzen Meer zu baden, wird manch Schönes entdeckt haben. Wie aufmerksam Sie durch Bulgarien reisten, will die Balkantourist-Vertretung in der DDR mit diesem Bilderrätsel „testen".

Unter Ausschluß des Rechtsweges werden den richtigen Einsendungen die Gewinner 10 wertvollen Sachpreisen ermittelt. Zehn tere Gewinner erhalten umfangreiches Prosp material.

Bulgarische Kostbarkeiten

Felsenkirchen Hoch in den Felsen über dem linken Ufer des Flusses Russenski Lom eingebettet, erhebt sich ein originelles Ensemble von Höhlenkirchen. In den natürlichen Korsthöhlen wurden Klosterzellen und Höhlenkirchen eingerichtet, in denen Mönche lebten. Der Mönch Joakim begründete das Kloster und die Kirchen. Von der malerischen Landschaft und der herrschenden Ruhe fasziniert, ließ er sich mit drei seiner Brüder hier nieder. Der Zar lyon Assen II. erfuhr von den guten Taten des Einsiedlers, besuchte ihn und beschenkte ihn mit Gold. So war es Joakim möglich, das Kloster „Erzengel Michael" zu errichten. Darin befindet sich auch das Stifterbildnis des Zaren. Als ‚Zugeschüttete Kirche" ist sie heute den Forschern bekannt. Das Schicksal des bulgarischen Herrschers

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Terter ist ebenfalls mit diesen Felsenkirchen verbunden. Er trat den Thron seinem Sohn ab, kehrte dem weltlichen Leben den Rücken und zog sich ins Felsenkloster zurück. Hier wurde er auch begraben. In fünf der Felsenkirchen sind Reste der verschiedenen Fresken und Gestalten erhalten geblieben. Diese Fragmente besitzen einen außerordentlichen Wert. Sie gelten als ein Höhepunkt in der orthodoxen Malerei des 14. Jahrhunderts. Da diese Höhlenkirchen von Weltbedeutung sind, nahm die UNESCO das Kulturdenkmal unter ihren Schutz. Die Felsenkirchen befinden sich unweit des Dorfes Ivanovo, das an der parallel zur E 20 führenden Straße zwischen Russe und Dve S. K. Mogili steht.

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OP fer „Der Ursprung könnte einem Staatsrechtler durchaus reizvoll erscheinen: Ein aus vorangegangenen Jahrhunderten stammendes Recht gestattete dem Parlament der in der Irischen See liegenden Isle of Man, königlich-britische Gesetze durch eigene Erlasse aufzuheben. Dergleichen geschah auch 1907, als man in England dekretiert hatte, daß öffentliche Straßen nicht mehr für Motorradrennen abgesperrt werden dürften. Das Insel-Parlament beschloß demonstrativ: Auf der Isle of Man ist es auch weiterhin erlaubt, öffentliche Straßen für Motorradrennen zu benutzen. Dies sollte zur Geburtsstunde eines Spektakels werden, das heute längst zum allgemeinen Argernis geworden ist und vermutlich auch schon verboten worden wäre, wenn nicht der Zulauf derjenigen, die der mörderische Rummel alljährlich anlockt, die Kassen der ansonsten oft in den

roten Zahlen steckenden Inselverwaltung auffüllen würde. Die 60,375 Kilometer lange Rennstrecke rund um den 610 Meter hohen Sneafell mit Start und Ziel in dem als Insel-Hauptstadt fungierenden Seebad Douglas weist alles auf, was in den letzten Jahren auf allen Rennstrecken der Welt von den Fahrern aus Selbsterhaltungstrieb sofortiger Korrektur empfohlen wurde: unübersichtliche Kurven, viel zu schmale Brücken, rapides Gefälle und vor allem durchweg holprige Straßen, die rechts und links meist von Mauern und Steinwällen eingegrenzt sind. Da der Kurs obendrein durch Dörfer und zwei kleine Städte führt, in denen Telegrafenmasten und Laternenpfähle weitere beträchtliche Gefahrenquellen darstellen und schließlich nicht selten vom Motorenlärm verstörte Möwen urplötzlich sehr niedrig die Straßen überfliegen, erscheint es logisch, daß viele Rennfahrer schon eine zwischenfallos absolvierte Runde auf der Islo of Man für ein Ereignis halten, das eigentlich Anlaß zum Feiern bietet. Die logische Frage, die nach alledem bleibt, ist die nach dem Motiv, das junge Menschen bewegen kann, sich alljährlich in solches Abenteuer zu stürzen. Die Antwort: Es sind die enormen Preise, die Siegern und Plazierten winken. Dieser Lohn der Angst hat einen besonderen Hintergrund. Die „Herald Tribune" konstatierte vor einigen Jahren.,, Ohne das Rennen wäre die wirtschaftliche Lage der Insel beklagenswer t. " Um die beträchtlichen Einnahmen aus der alljährlichen Rennsaison zu erklären, sei der frühere

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Die 60,37 km-Rundstrecke der Tourist Trophy (TT) gilt als die gefährlichste der Welt. '

argentinische Automobilweltmeister Juan Manuel Fangio zitiert, der die Anziehungskraft in dieser Branche der Showindustrie folgendermaßen erklärte.,, Es ist wie beim Stierkampf je mehr Blut fließt, je mehr Tote, desto mehr Zuschauer werden angelockt." Eingeweihte versichern, daß im Juni jährlich rund hunderttausend Motorsportfans und Sensationslüsterne an Bord der Fährschifte auf die Isle of Man kommen, hunderttausend, die untergebracht und versorgt werden müssen -

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und nicht zuletzt als potentielle Käufer von Souvenirs der „dröhnenden Hölle" gelten. Würde morgen das Rennen verboten werden, wäre der Ruin für tausend Familien abzusehen dies ist das „Argument" für die Fortsetzung des mörderischen Zweiradrouletts. Die intenationale Motorsportföderation hat das Re nen inzwischen aus ihrem Kalender der Weltmeisterschaftsläufe gestrichen, eben weil weder die Installation sichernder Leitplanken noch wenigstens Strohballen als Sicherheitsminimum von den Organisatoren zugesagt wurden. Um einem drohenden internationalen Boykott entgegenzuwirken, erhöhte man eilig die Siegerpreise und überredete auch einen längst zurückgetretenen Star des MotorradSpektakulums, sich gegen ein phantastisches Honorar zum Start zu melden. So konnte zunächst weiterer Zulauf vom Festland gesichert werden, und die Gäste wurden denn auch nicht enttäuscht: Todesstürze gab es auch 19791 Erst erlag der britische Seitenwagenfahrer Steve Vern den Verletzungen, die er sich bei einem Sturz zugezogen hatte, und dann prallte Fred Launchbury gegen eine Mauer und verstarb. Damit hatte sich die Zahl der Toten bei den Isle-of-Man-Rennen auf 123 erhöht. Die meisten Opfer der mörderischen Strecke werden gleich neben der Startlinie in Douglas zur letzten Ruhe gebettet. Der Friedhof zählt zu den Touristenattraktionen (Faksimiles aus „Das Motorrad", Stuttgart) -

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Frühling, Sonne, Zweirodstart - Dinge, die zusammengehören und Freude machen. Wer sich allerdings auf ein b r a n d n e u e s Mokick oder Motorrad setzt, den beschäftigt unterwegs oftmals auch eine Sorge: Hoffentlich fahre ich - die Maschine richtig ein!

Gleich ins Gelände? Einem brandneuen Motor sollte man solches Intensivtraining mit begrenzter Kühlung besser ersparen (Bild links). MZ-Kolben, die klemmten. Sie zeigen deutliche Kratzspuren. Der linke Kolben lief anschließend weiter, der rechte saß unverrückbar fest...

Zweirodhersteller weisen darauf hin, daß bewegliche Teile eines Motorrades Zeit zum Einlaufen haben sollten. Wälzlager, Zahnräder, Ketten, Ritzel - sie alle bewegen sich. Doch was soll da einlaufen? Entweder Materialgüte, Montagequalität und Passung sind in Ordnung und „alles läuft", oder es gibt vorzeitige Ausfälle wegen irgendwelcher Ungereimtheiten, die der Fahrer aber nicht beeinflussen kann.

Kolben-Komplikationen Nagelneue Zweitaktmotoren haben im Prinzip nur e i n e n wunden Punkt. Das sind Kolben und Kolbenringe, insbesondere deren Umfangsfläche. Die mikroskopisch feine Rauhigkeit der Ringe verschwindet erst nach ihrer Einlaufphase, wenn sie sich dem Zylinder optimal angepaßt haben. Solange die Ringe nicht voll tragen (also an der Zylinderwandung nicht hundertprozentig anliegen), können sie die Wärme vom heißen Kolben nicht so auf den Zylinder __.J-'ertragen, wie das zur Kühlung des Motors twendig ist. Und darin liegt das eigentliche Iinfahrproblem: Der Kolben wird unter solchen Umständen heißer „als geplant'. Einher damit geht seine Ausdehnung, die das ohnehin winzige Einbauspiel verringert, die Reibung erhöht (zusätzliche Wärmequelle!) und schließlich zu jenem kritischen Zustand führt, in dem besondere Leistungsanforderungen an den Motor (hohe Drehzahlen, Vollgas, Steigung) den Ausschlag geben können, daß der Kolben klemmt. Und was passiert, wenn der Motor in voller Fahrt schlagartig stillsteht, kann sich jeder selbst ausmalen Falsch aber wäre die Schlußfolgerung, mit einem neuen Zweitakt-Motorradmotor umzugehen wie mit einem geleimten Stuhl. Drehzahlen müssen sein, sonst erreicht der Motor seine optimale Betriebstemperatur nicht, und Verbrennungsrückstände (Ruß, Ölkohle oder auch chemisch aggressive Ablagerungen) werden zum*Auspuff nicht mit - im wahrsten Sinne des Wortes - hinausgefeuert, sondern lagern sich leistungsmindernd im Motor ab (Auslaßschlitze Abgasanlage). Wer nicht ab und zu auch einmal in den Bereich sehr hoher Drehzahlen kommt, verschafft dem Motor unbewußt ein Handicap. Der Kol-

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ben bzw. seine Ringe markieren nämlich an den Umkehrpunkten (oberer und unterer Totpunkt) mit der Zeit eine Verschleißstufe in der Zylinderwandung. Diese Umkehrposition (in der der Kolben ja aus der Bewegung heraus auf Null verzögert wird) ist nicht konstant, sondern verschiebt sich mit zunehmender Motordrehzahl um Millimeterbruchteile nach oben (o. T.) bzw. unten (u. T.). Und das geht eben nur, wenn daran keine Verschleißstufe hindert, die von ausschließlich bevorzugten mittleren Drehzahlen markiert worden ist. Diese Zusammenhänge erklären, weshalb sich längere Zeit zahm gefahrenen Motoren nachträglich kein Temperament mehr antrainieren lassen. Richtiges Einfahren ist schon nötig.

Wechsel ist wichtig Wie also soll man's machen? Vor allem hüten vor Obertreibungen! Weder Dauervollgas (50-cm3-Fahrzeuge!) noch drehzahlarme Bummelei sind gefragt. Häufiger Wechsel der Motordrehzahl, fleißiges Schalten und dosiertes Gasgeben machen den Motor fit - nicht das bloße Dahinrollen mit weitgehend konstanten, vielleicht gar besonders niedrigen Drehzahlen. Die Landstraße ist das rechte Terrain zum Einfahren, nicht die Autobahn.

Neue Motoren, denen meist unbewußt zuviel zugemutet wird, blockieren nicht ohne jede Voranmeldung. Einen Klemmer spürt man kommen, bleibt man beim Fahren nur ausreichend auf Motorgeräusch und -temperament konzentriert. Das normale Laufgeräusch des Motors hat man bald im Ohr, im (Gas-)Griff das Gefühl, wie willig er Gas annimmt und beim Beschleunigen hochdreht. Wird mehr Gas nur mit dumpfem Brummen, mit klingelndem oder zwitscherndem Geräusch quittiert, quält sich der Motor und wird heiß dabei! Herunterschalten und mit weniger Gas (also langsamer) weiterfahren oder aber, falls sich sekundenschnell ein schrilles, metallisches Geräusch aufbaut, sofort auskuppeln - das allein bewahrt vor einem Kolbenklemmer. Bleibt der Kolben nach Ziehen des Kupplungshebels trotzdem im Zylinder hängen, hält sich der Schaden in Grenzen. Schon beim Ausrollen kühlt der Fahrtwind Zylinder und Kolben meist so weit ab, daß der Motor erneut zum Laufen gebracht werden kann. Doppelte Vorsicht ist bei derart angekratzten Triebwerken aber dann am Platze. In kritischen Belastungsphasen stets zwei Finger griffbereit an die Kupplung! Was einmal klemmt, dem traut man nicht! Wolfram Riedel

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Zelt auf dem Doch

Brücken-Schild

Bei einem Campingurlaub gibt es immer wieder Probleme, die gesamte Fracht im Pkw unterzubringen. Ein Dachgepäckträger hat den Nachteil, daß er den Luftwiderstand und dadurch den Kraftstoffverbrauch erhöht. Am Ziel verbleibt der Gepäckträger üblicherweise auf dem Fahrzeug und verursacht (oft leer) während des gesamten Urlaubs weiterhin zusätzliche Spritkosten. Beschränkt man sich darauf, nur ein Zelt auf dem Dach zu befördern, empfiehlt sich folgende Lösung: Das Zelt wird unmittelbar auf das Dach geschnallt. So zusammengelegt, daß der Zeltboden außen ist, ist es hinreichend gegen Regen und Staub geschützt. Befestigt wird es mit Gurten und Klammern wie sie für Ski-Gurte üblich sind. Wir verwendeten Klammern aus hartem Stahldraht (Mopedspeichen), die wir an den Auflageflächen mit PVC-Schlauch überzogen. Das sich flach an die Dachform anschmiegende Zelt ergibt einen ganz wesentlich geringeren Luftwiderstand als ein Dachgepäckträger. Die PVC-Haut des Zeltbodens haftet so gut, daß ein Verrutschen nicht zu befürchten ist. Prof. Dr. sc. Techn. Rainer Müller

An den wenigen Rundbrücken in der DDR stehen diese Schilder. Sie besagen, daß der Gegenverkehr möglicherweise in Straßenmitte fahren muß. Das sind vor allem Containertransporte, damit sie nicht anecken. Die Fotos entstanden bei Mosel (Landkreis Zwickau). Anni Richter, Aue

Interessantes Lehrbuch Mit Interesse und Freude las ich Ihren ausführlichen Beitrag über das neue Lehrbuch der Verkehrserziehung für die Schüler der 5. bis 10. Klasse (,‚Was müssen Schüler vom Verkehr wissen?", Heft 1/1980). Da ich seit 1973 eine Arbeitsgemeinschaft „Junge Verkehrshelfer" an der AugustBebel-Obrschule in Groitzsch (Kreis Borna) leite, habe ich unmittelbar mit diesem Problem zu tun. In unserer Arbeitsgemeinschaft sind Schüler dieser Klassenstufen, die schon einige Vorkenntnisse besitzen. So ist das neue Lehrbuch wegen seiner Vielseitigkeit von großem Nutzen. Es ist auch nicht Sinn und Zweck, alle Kapitel in einem Schuljahr durchzuarbeiten. Wir dürfen auch nicht vergessen, daß die Schüler direkt von klein auf schon in die Motorisierung hineinwachsen. Oft besitzen mehr als 50 Prozent der Eltern einer Klasse ein Fahr-

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zeug. So sind diese Kinder für viele Probleme (Verkehrszeichen, Geschwindigkeiten, Gefahrenpunkte, Erste Hilfe usw.) schon „vorprogrammiert". Der gebotene Lehrbuchstoff läßt sich mit eigenen Erfahrungen aufbereiten. Ich empfinde das Buch als vielseitige Anleitung. Was Ihre Auffassung zur Leistungskontrolle betrifft, stimme ich mit Ihnen überein. Doch für die Hand des Lehrers ist es durchaus geeignet. Es wäre wirklich schade, wenn dort, wo keine Arbeitsgemeinschaften bestehen, dieses Lehrbuch in Schränken verstauben würde. Dazu ist es tatsächlich zu wertvoll. Lothar Krause, Groitzsch

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eueHverkehr

Ohne Gurt ins Ausland? Ich besitze einen Trabant 601, Baujahr 1964. Ein nachträglicher Einbau von Sicherheitsgurten ist nicht möglich. Nun will ich im Mai meinen Urlaub in der CSSR verbringen. Dort besteht ebenfalls Gurtpflicht. Habe ich deswegen mit Schwierigkeiten zu rechnen? B. Reichardt, Lichtenstein Fahrzeuge, deren Karosserien mit Befestigungspunkten (Gewindeanschlüssen) für Sicherheitsgurte versehen sind, müssen auch mit Gurten ausgerüstet sein. Im Ausland ergibt sich die Gurtanlegepflicht aus der Straßenverkehrsordnung des jeweiligen Landes. Wer Gurte im Wagen hat, muß sie demzufolge auch in all den Ländern benutzen, deren StVO das verlangt. Für ältere Fahrzeuge, die vom Hersteller noch nicht mit Gurtbefestigungspunkten ausgerüstet waren (Fahrzeuge aus DDR-Produktion vor dem 1. Januar 1965, Importfahrzeuge vor dem 1. April 1966) besteht keine Pflicht zur nachträglichen Ausrüstung mit Sicherheitsgurten. Sie dürfen nach

LL.

wie vor ohne Gurte im In- und Ausland gefahren werden. Die Redak

Entlüftungsch lauch

Im Dezember lief beim Betank meines Skoda 105 S das Benzi aus dem Fahrzeugtank auf die Fahrbahn. Ursache war der E lüftungsschlauch, der vom Roh gerutscht war, weil er schlecht legt wurde. Daraufhin befestig ich den Schlauch mit einer Schelle, weil Schlauchband an dieser Stelle ungeeignet ist. Günter Koch, Le

Für Sprinter? Entdeckt in Schw zwischen Seewarte und Seeho von Lothar Liebmann, Bad Bla kenburg.

Falscher Führer

Im Beitrag „Zug-Folgen" (Heft 2/1980) ist wiederholt di Rede vom Zugführer. Das ist fa Der Zugführer ist der Eisenb ner, der das rote Band (Schu band) trägt und sich im Zug befindet. Gemeint ist aber in diesem Beitrag der Lokführer. Die .allerneueste Bezeichnung dafür ist Triebfahrzeugführer. Eberhard Boldt, Angerm Wir danken für den Hinweis u werden versuchen, künftig auc auf diese Fachtermini besser achten. Die Redak

Stolpergefahr

Besonders bei zweitürigen Fa zeugen kann es durch den h

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR 4

Fotos: Jährig, Liebmann, Richter Zeichnung: Steger

genden Gurt zu Unfällen beim Ein- und Aussteigen kommen. So kam es bei uns zu einem solchen Unfall, weil sich der Rücksitzfahrgast beim Aussteigen mit dem Bein im Gurt verhedderte. Er stürzte mit beiden Knien auf die Straße und zog sich schwere Prellungen zu. Gurte sollten daher nach Gebrauch stets in der Aufhängevorrichtung angebracht werden. Die Rücksitzpassagiere sind auf die Gefahren aufmerksam zu machen.

Seit 13 Jahren bin ich Inhaber einer privaten Fahrschule und bilde seitdem meine Fahrschüler auf einem Trabant 601 aus. Trotz größter Beanspruchung des Schulungsfahrzeugs durch Fahrschüler hat dieser Wagen über 100000 km ohne Generalreparatur zurückgelegt. Deshalb möchte ich dem Hersteller für die hervorragende Leistung danken.

Dieter Hartmann, Crimmitschau

Armin Jährig, Pirna

Fahrschulerfahrung

sl(0 bevor es zu spät ist! Trotz aller Vorsicht können auch Sie in einen Unfall verwickelt werden. Damit ein unvorhergesehener Schadenfall an Ihrem Fahrzeug Sie finanziell nicht belastet, sorgen Sie rechtzeitig vor durch den Abschluß einer Kaskoversicherung.

Suche dringend Motor-Jahrbücher 1955, 1956, 1970, 1979. Zuschr. an P 23948 DEWAG, 8060 Dresden,

Postf. i000

Suche Abd.khouben für Luftschlitze für den Wortburg 353 W. Dr. Müller, 4700 Songerhous.n, Kr.-Polikl., Str. der OdF 33

Suche f. 1,5-1-Opel-Rekord, B Kurb.Iw.11e od. kompl. Mot. Preisang. an 34 141 DEWAG, 3010 Magdeburg

Suche dringend: Anleitung zur Bedienung und Instandhaltung der Personenkraftwagen Skoda $ 100-100 1 110 L-110 IS Ausgabe von 1970-1973 oder 1975-1976

gel, Nr.

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Ventil.inst.11.hren f. Lada (0,15 mm )< 25 mm), f. 6,— M je St. zu verk. (Nachnahmeversand ab 10 St.). Zuschr. an 34193 DEWAG, 3010 Magdeburg

Suche Crossreifen

3.50-1

und 3.50-18, große Kette räder, kleine Antriebsritz MZ-ES 250. Zuschr. an

Lutz Rechenbach, 6851 S

Rolf Heinisch, 8401 Glaubltz,

Str. d. Jugend 29

Wer regeneriert meine Trabant 601 -Kurbelwelle? Ludwigs, 2500 Rostock, Liskowstraße 35

Suche „Der Deutsche Stra kehr", Jg. 1960-1979 Jörg Tramp, b. Schlag, 1930 Mod, (D.), Johntr. 28

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Verk. „Dt. Straßenverkehr" 1965/67-79. kempl., 1966 ab Zuschr. Z an P 20782 DEWAG, *80 Dresden, PF 1000

‚Der Deutsche Straßenverkehr 1969-1978, 60.— M (auch ein verk. Helmut Ungar, 7022 Leip Virchowstr. 37

lsdi, Baujahr 1958, zur Ersatz gewinnung für etwa 50 M zu kaufen. Suche ‚.Deutschen St verkehr" vom 1. Jahrgang bis sowie Tacho für S 50 bis 100 Zuschriften an

Gerhard OöhI.rt, 6100 Meinin flSich'

DER DEUTSCHE STRASSENVERKEHR

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Schöne Aussicht 9

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und heute ildserie von Hans Löffelholz (7)

VEB Sachsenring Automobilwerke Zwickau 1949 Wiederaufnahme der Pkw-Produktion im ehemaligen Audi-Werk Zwickau. DKW-Modelle als IFA F 8 und IFA F 9. 1953 Herstellung des IFA F 9 im Automobilwerk Eisenach. 1955 geht Neukonstruktion „P 70" mit Duroplast-Karosserie im VEB AWZ in Produktion. 1958 stellt VEB Sachsenring Kraftfahrzeug- und Motorenwerk Horch den „P-240" vor. 1958 erfolgt die Vereinigung der Automobilwerke in VEB Sachsenring Automobilwerke Zwickau. Neukonstruktion Trabant „P 50" mit Duraplast-Kunststoffkarosserie auf Stahlbiechgerippe. Ab 1962 mit 600 cm3 Motor, 1964 neue Karosserie. Steigerung der Jahresproduktion auf über 100 000 Stück. 1978 läuft 1 500 000. Trabant vom Zwickauer Band.

1949 ‚. IFA F 8", Cabriolet mit Zweizyl.-Zweitaktmotor von 690 cm3, 20 P5 bei 3500 U/min, 85 km/h. Dreiganggetriebe mit Lenkstockschaltung, Freilauf.

1950 „IFA F 8", Kleintransporter, techn. Daten wie Limousine, 350 kg Nutzmasse, Ladefläche 2 m2, doppelflügelige Hecktür, Fallbenzin, 32 Liter Tankinhalt, Bereifung 5.25-16.

1951 „IFA F 8", Kombi, absenkbare Fondsitze, wie alle F 8 Kastenprofilrahmen mit Holz-Sperrholzkarosserie. Cabriolet, Coupö, Luxus m, Stahlkarosserie.

1950 „IFA F 9", Limousine mit Dreizyl.-Zweitaktmotor von 900 cm3, 28 P5 bei 3600 U/min, 100 km/h Ab 1954 3800 U/min, 30 P5, 110 km/h. Frontantrieb.

1952 „IFA F 9", Cabriolet, techn. Daten wie Limousine, versenkbare Seitenscheiben, Klappverdeck, zweitürige Ganzstahlkarosserie. Motor liegt vor der Vorderachse.

1953 „IFA F 9", Cabrio-Limousine mit Klappverdeck, bis 1955 Krückstockschaltung, dann Lenkradschaltung, Vierganggetriebe, Reifen 5.00-16, Masse 920 kg.

1953 „IFA F 9" Kombi, gleiche techn. Daten, Viersitzer mit umlegbaren Fondsitzen, dreitürig. Große, tiefliegende Ladefläche. Nutzmasse 440 kg, Höchstgeschwindigkeit 90 km/h.

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